Börse Tokio
Asien-Börsen uneinheitlich

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag ohne klaren Trend notiert. In Tokio drückte vor allem der wieder etwas stärkere Yen auf die Kurse, weil eine starke Landeswährung die Gewinne der Exportindustrie schmälert.
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TokioDie ostasiatischen Aktienmärkte waren am Donnerstag auf Richtungssuche und schlossen ohne einheitliche Tendenz. In China gaben die Kurse nach, da sich Anleger um die Aussichten für den Immobilienmarkt sorgten. In Australien hingegen legten die Indizes angesichts steigender Ölpreise zu.

Der Nikkei-Index in Tokio schloss 0,8 Prozent tiefer bei 19.063 Punkten, nachdem er zum Handelsauftakt noch Zugewinne verbuchen konnte. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 0,3 Prozent nach. Der CSI300 in China tendierte ein Prozent tiefer, der Shanghai Composite 1,2 Prozent. Für die Börsen in China war es der vierte Tag mit Verlusten in Folge. Neben den Sorgen um den Immobilienmarkt trugen dazu auch deutliche Kursrückgänge bei Börsenneulingen bei. In Australien ging es hingegen 0,4 Prozent bergauf.

„In Asien, den USA und auch weltweit herrscht zwar derzeit in politischer Sicht dichter Nebel“, sagte Investment-Stratege Sean Taylor vom Vermögensverwalter Deutsche Asset Management. „Aber abgesehen davon gibt es eine durchaus anständige Erholung der Wirtschaft. Und das treibt die Märkte mehr um als Sorgen über politische Entwicklungen.“ Zuletzt hatten etwa Zweifel an der Umsetzbarkeit der Reformvorhaben von US-Präsident Donald Trump den US-Börsen zugesetzt. Trump war in der vergangenen Woche mit einem zentralen Vorhaben – der Gesundheitsreform – wegen mangelnder Unterstützung in den eigenen Reihen gescheitert.

Am Devisenmarkt tendierte der Euro zum Dollar etwas leichter bei 1,0761 Dollar. Händler verwiesen auf eine Reuters-Meldung vom Mittwoch, wonach bei der Europäischen Zentralbank ein Ende der lockeren Geldpolitik noch längst nicht bevorsteht. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0722 und zum Dollar mit 0,9960.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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