Börse Tokio
Asiens Börsen stehen unter Druck

Der Börsenhandel in Asien startet mit Verlusten in die Woche. Mehrere Faktoren sind für stark fallende Kurse verantwortlich. Auch ein Lebensmittelskandal trägt zu den schlechten Ergebnissen bei.
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TokioDie Aktienhändler in Asien haben sich zum Start in die neue Woche nicht von der Begeisterung ihrer amerikanischen Kollegen anstecken lassen. Insbesondere in Japan zeigten sie sich am Montag unbeeindruckt von den Rekordständen der vergangenen Woche an der Wall Street. Analysten verwiesen auf den stärkeren Yen, der die japanischen Exportwerte wie Toyota belastete. Zudem wurden die gemischt ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten eher negativ aufgenommen.

Der Nikkei-Index schloss in einem dünnen Handel 1,4 Prozent im Minus bei 14.258 Punkten. Der breiter gefasste Topix gab knapp ein Prozent nach. „Der stärkere Yen untergräbt die japanischen Aktien”, sagte Ayako Sera, Marktexperte bei Sumitomo Mitsui Trust Bank. Außerhalb Japans sah es etwas besser aus: Der Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan notierte 0,1 Prozent im Plus.

Der Dollar gab zum Yen auf 98,61 nach. Er reagierte damit auf Spekulationen, die US-Notenbank Fed könnte angesichts der gemischt ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten vom Juli doch noch etwas warten, bis sie den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einläutet und das Tempo der Staatsanleihenkäufe drosselt. Im Juli hatte die US-Wirtschaft etwa 20.000 neue Stellen geschaffen als erwartet. Zugleich sank die Arbeitslosenquote aber auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren. Immer noch gehen die Hälfte der von Reuters befragten Experten davon aus, dass das Tempo der Staatsanleihenkäufe im kommenden Monat gebremst wird.

Exportwerte gerieten angesichts des stärkeren Yen unter Druck. Die Toyota -Aktien verloren 1,1 Prozent. Der günstige Yen-Kurs war ein wichtiger Grund dafür, dass der japanische Vorzeigekonzern seinen Gewinn im vergangenen Quartal um 88 Prozent steigern konnte. Das Unternehmen hat sich zwar hohe Ziele gesetzt und will als erster Autohersteller weltweit mehr als zehn Millionen Fahrzeuge vom Band rollen lassen. Die Aussichten für den Gewinn seien dagegen nicht so optimistisch. Auch die Aktien der Konkurrenten Mazda und Suzuki gaben vier beziehungsweise 1,1 Prozent nach.

Im Devisenhandel gab der neuseeländische Dollar stark nach und fiel auf den niedrigsten Stand seit 14 Monaten. Der Grund dafür ist verunreinigte Milch des neuseeländischen Molkereikonzerns Fonterra. Das führte zu einem Einfuhrverbot für neuseeländische und australische Milch und Milchprodukte nach China. Fonterra stellt unter anderem Milchpulver für Säuglinge her.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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