Börse Tokio
Asiens Börsen uneinheitlich

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag uneinheitlich entwickelt. Während die chinesischen Börsen deutliche Verlusten hinnehmen mussten, beendeten die Indizes in Tokio den Handel kaum verändert.
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TokioIn China drückte offenbar die Ankündigung von Brokerfirmen, das Marging Trading zu begrenzen, auf die Stimmung an den Aktienmärkten. Bei dieser Form des Aktienhandels auf Termin müssen Anleger zunächst nur einen Bruchteil des Kaufpreises zahlen, die Broker geben ihnen im Prinzip einen kurzfristigen Kredit. Zudem rechnen Investoren mit weiteren Mega-Börsengängen, was zu einer Verschiebung von Kapital aus bestehenden Anlagen führen könnte.

Aktienstratege Hou Yingming von AJ Securities sagte dazu, die Korrektur sei nach den großen Kursgewinnen in diesem Jahr normal. „In dieser Situation haben die Anleger natürlich unterschiedliche Markterwartungen. Wir werden mehr Volatilität sehen und Verschiebungen in den Marktsektoren.“

Chinas CSI300-Index und der Shanghaier Composite-Index verloren am Donnerstag zeitweise mehr als drei Prozent. In Hongkong gab der Hang-Seng-Index mehr als ein Prozent nach. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans lag ebenfalls mehr als ein Prozent im Minus.

Die Aktienbörse in Tokio legte im Handelsverlauf zu. Vor allem die Hoffnung auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit treibe die Kurse an, sagten Händler. Ein Spitzentreffen in Brüssel hatte in der Nacht allerdings keinen erkennbaren Durchbruch gebracht.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte schloss dann kaum verändert bei 20.488 Punkten. Der breiter gefasste Topix ging mit einem Plus von 0,23 Prozent und 1673 Zählern aus dem Handel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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