Börse Tokio: Aufholjagd am japanischen Aktienmarkt

Börse Tokio
Aufholjagd am japanischen Aktienmarkt

Der Nikkei-Index steigt über 14.000 Punkte. Die wichtigen Barometer an der japanischen Börse liegen auf einem Niveau, das sie zuletzt 2008 erreicht haben. Hintergrund sind gute Konjunkturdaten aus den USA.
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TokioBeflügelt von dem Rekordhoch der Wall-Street hat der Nikkei-Index in Japan erstmals seit Juni 2008 die 14.000-Punkte-Marke übersprungen. Händler griffen nach dem verlängerten Feiertagswochenende am Dienstag vor allem bei Aktien von Exportunternehmen zu, deren wichtigster Absatzmarkt die USA sind.

Die anderen Börsen in Fernost, die bereits am Montag auf die überraschend guten Arbeitsmarktdaten aus den USA von Ende vergangener Woche positiv reagiert hatten, legten dagegen eine Verschnaufpause ein. Händler machten Gewinnmitnahmen aus. Doch einige Anleger ließen auch Vorsicht walten, etwa angesichts zuletzt schwacher Konjunktursignale aus China, sagte Tetsu Emori von Astmax Investments. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans trat nahezu auf der Stelle.

Der Nikkei-Leitindex in Tokio legte um 3,5 Prozent auf 14.180 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix stieg um 3,1 Prozent auf 1188,6 Punkte. Nach den Feiertagen habe an der Tokioter Börse einiges aufgeholt werden müssen, sagten Händler.

Die Börse war am Montag und Freitag geschlossen, als unerwartet starke Arbeitsmarktzahlen aus den USA Ende vergangener Woche die Hoffnung schürten, die amerikanische Wirtschaft befinde sich in einem anhaltenden Aufwärtstrend. Der Dow-Jones-Index war daraufhin am Freitag auf einen Rekordwert gestiegen, der S&P-500 legte am Montag sogar noch einmal nach, während der Dow zum Wochenstart auf dem hohen Niveau nahezu unverändert verharrte.

Zu den größten Gewinnern in Tokio gehörten Aktien von Unternehmen, die einen großen Teil ihrer Gewinne in den Vereinigten Staaten erzielen. Toyota -Aktien legten 4,9 Prozent zu, Honda-Papiere verbuchten ein Plus von fast vier Prozent. Sony-Titel kletterten um 6,4 Prozent.

Die Aktien profitierten auch von der anhaltenden Schwäche der japanischen Währung, die zum Dollar mit 99,10 Yen tendierte. Der Euro verharrte weiter in der Defensive, nach der Bekräftigung von EZB-Chef Mario Draghi, den Leitzins notfalls weiter zu senken.

Nach den Äußerungen war der Euro auf ein Tagestief von 1,3053 Dollar gefallen. Am Dienstag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,3078 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Leitzins in der vergangenen Woche auf rekordniedrige 0,5 Prozent gesenkt.

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  • @ Rumpelstilzchen

    Mal abgesehen von den kleinen grammatikalischen Fehlern vollkommen richtig. Die Zentralbanken bekämpfen den Weltenbrand mit Benzin. Die Dummheit stirbt leider nie aus!

  • Egal wohin man schaut, durch die Minzinsen dr Notenbanken haben ich überall neu Spekulationsblasen an den Börsen gebildet. Dow Jones, DAX und Nikkei - überall das gleiche Bild! Es ist doch nur eine Frage der Zeit (eher einer kurzen Zeit), bis diese Blasen platzen und mal weder die Weltwirtschaf in einen Abwärtsstrudel reißen. Politiker, Bankster und "Wahrungshüter" haben aus den jüngsten Finazkrsen nichts gelernt bzw. lernen wollen. Es wird wieder Profiteure geben und die Schere zwischen denen da unten und den Spekulanten da oben wird sich wieder weiter geöffnet haben.Bis uns der ganze Laden um die Ohren fliegt - schönen Gruvon der Weimarer Republik!

  • Die vielen Volkswirtschaften dieser Erde sind nicht unbedingt vergleichbar, da mit unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben beurteilt wird. Angesichts der unlängst erfolgten Yen-Abwertung (alles natürlich nur zum Zwecke der Förderung der japanischen Wirtschaft / Geldwertstabilität adé!) ergeben sich neue "Erfolgsmeldungen".

    Aber wirklich ernsthaft darf man solche Zahlen nicht bestaunen, da Japan bereits seit über 20 Jahren in ökonomisch bedenklichem Fahrwasser fährt.

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