Börse Tokio: Ausverkauf am Aktienmarkt in Shanghai

Börse Tokio
Ausverkauf am Aktienmarkt in Shanghai

Der Favorit für den Chefposten der japanischen Notenbank fast den Kauf von langlaufenden Staatsanleihen ins Auge. Das hilft den Aktienkursen in Japan weiter nach oben. Pessimistischer waren andere Märkte in Asien.
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TokioEin Ausverkauf bei chinesischen Aktien hat zum Wochenbeginn die asiatischen Märkte belastet. Aus Angst vor einer stärkeren Regulierung des boomenden Immobiliensektors in China trennten sich Anleger am Montag massenhaft von ihren Titeln. Die Börse in Shanghai sackte um fast vier Prozent ab.

Auslöser war Händlern zufolge die Regierung in Peking. Sie hatte bereits am Freitag angedeutet, sie könne die Vorgaben für Immobilienkäufe verschärfen, um die steigenden Preise in den Griff zu bekommen. In Hongkong verlor der Markt 1,7 Prozent. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans sank um ebenfalls 1,7 Prozent auf den niedrigsten Stand seit neun Wochen.

Der Markt in Tokio dagegen war der einzige unter den wichtigen Indizes, der sich mit Kursgewinnen behaupten konnte. Die Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Japan gab Auftrieb. Der Kandidat für den Chefposten bei der Notenbank, Haruhiko Kuroda, stellte dies am Montag bei einer Anhörung vor dem Unterhaus des Parlaments in Aussicht.

Die bisherigen Maßnahmen der japanischen Notenbank reichten nicht aus, um das Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen, sagte Kuroda. Daher müsste auch der Kauf von langlaufenden Staatsanleihen ins Auge gefasst werden. Das veranlasse einige Investoren dazu, sich am Markt zu engagieren, sagte Analyst Yoshihiko Tabei.

"Die Bank von Japan muss ganz klar kommunizieren, dass sie alles tun wird, um gegen die Deflation vorzugehen." Mit den Aussagen wird Kuroda, der wie Ministerpräsident Shinzo Abe Fan einer laxen Geldpolitik ist, den Erwartungen gerecht.

Die japanische Regierung nominierte ihn in der vergangenen Woche als neuen Chef der Nationalbank. Das Land ist seit langem in der Deflationsfalle aus sinkenden Preisen und abnehmenden Investitionen gefangen. Die Personalie muss von beiden Kammern des Parlaments abgenickt werden.

Sollte Kuroda jedoch nichts weiter über das Erwartete hinaus sagen, könnten sie auch wieder aussteigen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,4 Prozent höher auf 11 652,29 Punkten. Der breiter gefasste Topix verbesserte sich um 7,92 Punkte oder 0,80 Prozent auf den Stand von 992,25 Zählern.

Zu den Gewinnern gehörten Immobilien- und Finanzwerte. Aktien von exportorientierten Firmen legten wegen des schwächeren Yen zu. So verteuerten sich Sony-Papiere um mehr als drei Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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