Börse Tokio
China-Hoffnung hilft Nikkei auf die Sprünge

Nach anfänglichen Verlusten hat der japanische Nikkei-Index die Richtung gedreht und erstmals in dieser Woche im Plus geschlossen. Für etwas Phantasie sorgten Ankündigungen aus China, das immense Konjunkturpaket noch einmal aufzustocken. Diese stützte die Kurse auch an anderen asiatischen Börsen, insbesondere in China selbst.

HB TOKIO. Der japanische Nikkei-Index hat als erster bedeutender Aktienindex in der laufenden Woche einen Tag im Plus beendet. Zwar rutschte der 225 Werte umfassende Nikkei im frühen Handel um bis zu 1,7 Prozent erneut ab, im Tagesverlauf drehte die Richtung aber. Zum Handelsschluss stand für den Nikkei ein Plus von 0,85 Prozent auf 7 291 Punke zu Buche.

Für ein wenig Zuversicht sorgten am Markt Spekulationen, dass China schon morgen ein neues Hilfspaket für die heimische Wirtschaft verabschieden könnte. Ein Vertreter der chinesischen Wirtschaftsplanungsbehörde hatte zuvor angekündigt, dass China seine Ausgaben in Bereichen wie Infrastruktur über das im November beschlossene Stimulationspaket von 4 Billionen Yuan (467 Mrd. Euro) hinaus steigen werde.

"Die Nachrichten aus China sind positiv, da China das einzige Land ist, das der Weltwirtschaft aktuell hilft", sagte Mitsushige Akino, leitender Fonds-Manager bei Ichiyoshi Investment Management. "Wenn sich die chinesische Wirtschaft erholt, wird das auch die Situation in den USA und auch in der export-getriebenen japanischen Wirtschaft verbessern."

Auch an anderen asiatischen Börsenplätzen sorgte die Hoffnung auf positive Effekte des China-Programms für steigende Kurse. In Hongkong legte der Hang Seng Index knapp 0,7 Prozent zu, der Hang Seng China Enterprises Index, der Aktien mit China-Bezug beinhaltet, gewann hingegen drei Prozent. Noch stärker fiel das Kursplus an den chinesischen Festlandbörsen aus: Der CSI-Index, der die 300 größten Werte der Börsen in Schanghai und Shenzhen umfasst, stieg um fast fünf Prozent.

Zu den Profiteuren der China-Phantasie am Markt zählten in Tokio vor allem Aktien mit starkem China-Bezug wie die des Maschinenbauers Komatsu. Die Titel legten um mehr als drei Prozent zu. Aber auch defensive Werte waren im nach wie fragilen Marktumfeld gefragt. Der Einzelhandelskonzern Fast Retailing gewann an der Börse knapp zwei Prozent an Wert, nachdem er für Februar gute solide Umsatzzahlen veröffentlicht hatte.

Kein einheitliches Bild gab es bei den Autoaktien: Während die Titel von Honda und Toyota um drei bzw. zwei Prozent zurückfielen, gewannen die des Konkurrenten Mitsubishi 1,7 Prozent hinzu. Die Aktien von Mazda legten gar um fast sechs Prozent zu und gehörten damit zu den Top Ten im Nikkei.

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