Börse Tokio: Chinas BIP-Daten beflügeln japanischen Aktienhandel

Börse Tokio
Chinas BIP-Daten beflügeln japanischen Aktienhandel

China verzeichnet das langsamste Wirtschaftswachstum seit 24 Jahren. Doch die japanischen Anleger zeigen sich erleichtert über den Quartalszuwachs, der stärker ausfiel als von Experten erwartet. Nikkei und Topix steigen.
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TokioEin überraschend kräftiges Wachstum der chinesischen Wirtschaft zum Jahresende hat die Tokioter Börse am Dienstag beflügelt. Zwar legte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt 2014 mit 7,4 Prozent so langsam zu wie seit 24 Jahren nicht mehr. Die Anleger ermutigte aber, dass der Zuwachs im vierten Quartal mit 7,3 Prozent etwas stärker als von Experten erwartet ausfiel und China damit das Tempo des Vorquartals und der letzten drei Monate 2013 halten konnte.

Anhaltende Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag mit einem massiven Programm zum Kauf von Staatsanleihen ihre Geldpolitik weiter lockern wird, gaben dem Markt zusätzlich Auftrieb.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss mit einem Aufschlag von 352,01 Punkte oder 2,07 Prozent beim Stand von 17 366,30 Zählern. Der breit gefasste Topix verbesserte sich ebenfalls deutlich um 25,22 Punkte oder 1,84 Prozent auf den Stand von 1397,63 Punkten.

"Die Daten sorgen für etwas Erleichterung bei den Sorgen über die Konjunkturabkühlung in China", sagte Analyst Nobuhiko Kuramochi vom Broker Mizuho Securities. Vor allem die Aktien von Unternehmen mit engen Geschäftsbeziehungen zu mit China waren gefragt. So stiegen die Papiere des Baumaschinen-Herstellers Komatsu um fast drei Prozent.

Auch die chinesische Leitbörse in Shanghai legte zu. Mit einem Plus von rund zwei Prozent erholte sie sich etwas von ihren kräftigen Vortagsverlusten. Am Montag war der Markt mit einem Minus von knapp acht Prozent so stark abgestürzt wie sonst an keinem einzelnen Tag seit Mitte 2008. Hauptgrund für den kräftigen Rückgang waren geplante Verbote für bestimmte Finanzprodukte, die zuletzt dafür gesorgt hatten, dass viel spekulatives Geld in den Markt geflossen ist.

Der Euro notierte in Fernost wenig verändert bei 1,1580 Dollar und 1,0193 Franken wenig verändert.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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