Börse Tokio
Chinesische Konjunkturdaten lasten auf Asien-Börsen

Enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben am Dienstag den Börsen in Fernost zu schaffen gemacht. Japanische Anleger schauen auf Toyota-Quartalszahlen. Der Nikkei dreht ins Minus.
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TokioIn Tokio ging der Nikkei der 225 führenden Werte mit einem Minus von einem Prozent bei 15.320 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix verlor ebenfalls ein Prozent auf 1263 Zähler. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans fiel um 0,45 Prozent. Er drehte ins Minus, nachdem eine Umfrage darauf hindeutete, dass sich die Geschäfte in der chinesischen Dienstleistungsbranche deutlich abgekühlt haben.

Der Einkaufsmanagerindex von HSBC und Markit für Juli sank auf 50,0 und damit auf den niedrigsten Wert seit November 2005, als die Daten erstmals erhoben wurden. Im Juni hatte das Barometer noch bei 53,1 gelegen. Wachstum zeigt der Index ab einem Wert von 50 an. Zuletzt hatten Daten daraufhin gedeutet, dass die chinesische Wirtschaft dank Konjunkturmaßnahmen der Regierung wieder in Schwung kommt.

Nach Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex rutschten auch die Börsen in Hongkong und Shanghai ins Minus. Zu den Gewinnern in Hongkong gehörte der weltgrößte Schweinefleisch-Verarbeiter WH, der am Dienstag sein Börsendebüt gab. Die Aktien stiegen um elf Prozent.

In Tokio verhielten sich die Anleger zurückhaltend. Sie warteten auf wichtige Quartalszahlen, wie etwa von Toyota, die nach Börsenschluss veröffentlicht wurden. Der Atutobauer hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal leicht gesteigert und erwartet im Gesamtjahr einen neuen Rekord. Von April bis Juni sei das operative Ergebnis stärker als erwartet um 4,4 Prozent auf umgerechnet gut fünf Milliarden Euro geklettert, teilte der weltgrößte Auto-Hersteller am Dienstag mit. Im Gesamtjahr 2014/15 (per Ende März) wird mit einem Mini-Plus gerechnet.

Bei den Einzelwerten standen in Tokio Papiere des Autobauers Isuzu im Interesse der Anleger. Das Unternehmen überzeugte Investoren mit seinen Quartalszahlen. Die Aktie stieg um rund drei Prozent. Dagegen verlor der Stahlkocher Japan Steel Works mehr als acht Prozent, weil der Gewinn im abgelaufenen Quartal um mehr als zwei Drittel eingebrochen war.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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