Börse Tokio
Das Griechen-Drama belastet den Euro

Die Ankündigung von Neuwahlen in Griechenland hält den Euro weiter nahe eines Vier-Monats-Tiefs. Die Aussicht auf weitere politische Instabilität wird die Währung weiter belasten, glauben Analysten.
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TokioDie unsichere Zukunft Griechenlands in der Euro-Zone hat am Mittwoch den japanischen Aktienmarkt ins Minus gedrückt. Auch der Euro fiel weiter.

Die europäische Einheitswährung wurde in Asien mittags mit 1,2727 Dollar gehandelt und fiel nachmittags weiter auf 1,2711. Vor einer Woche hatte der Euro noch knapp unter 1,30 Dollar notiert. Die Aussicht auf eine weitere politische Instabilität beim Euro-Wackelkandidaten Griechenland dürfte die Währung weiter deutlich belasten, sagten Analysten.

Investoren in Tokio trennten sich von risikoreicheren Anlagen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index sank im frühen Handel um 1,1 Prozent auf 8807 Punkte und baute nachmittags seine Verluste leicht aus.

Der breiter gefasste Topix-Index gab anfangs 0,9 Prozent auf 740 Punkte nach. Nach der gescheiterten Regierungsbildung in Athen dürften sich Spargegner bei erneuten Parlamentswahlen durchsetzten. Dies könnte den Verbleib des Landes in der Euro-Zone gefährden.

Exportwerte standen auf den Verkaufszetteln. Toyota, Honda, Canon und Panasonic verloren zwischen 0,5 und 0,8 Prozent. Gefragt waren dagegen Titel von Großbanken, nachdem diese Prognosen über den Markterwartungen vorgelegt hatten.

So legten Aktien der Sumitomo Mitsui Financial Group 0,9 Prozent zu, Titel der Mizuho Financial Group gewannen 1,8 Prozent. Die japanischen Banken haben zuletzt von dem Rückzug vieler europäischer Rivalen aus Asien profitiert und auch viel Geld ins Ausland verliehen. Zudem sorgte die gute Aktienmarktentwicklung für Gewinne. Die Kreditkosten gingen gleichzeitig zurück.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss in New York mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 12.632 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.608 und 12.758 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf 1330 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte lediglich 0,3 Prozent ein auf 2893 Stellen. Die Nasdaq hielt sich besser, weil Amazon um 0,7 Prozent zulegten. Credit Suisse hatte das Kursziel erhöht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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