Börse Tokio
Daten aus China stützen Aktien in Asien

Der Aktienmarkt in Japan profitiert von unerwartet guten Arbeitsmarktdaten in den USA. Allerdings drücken Gewinnmitnahmen bei Exportwerten auf die Kurse. China exportiert nicht so stark wie erwartet.
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TokioHoffnungen auf eine anziehende Konjunktur in China haben zum Wochenbeginn die Börsen in Asien gestützt. Dagegen geriet der Euro im fernöstlichen Devisenhandel unter Druck, nachdem die Rücktrittsankündigung des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti Sorgen um den Sparkurs des Landes auslöste. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,2906 Dollar nach zuletzt rund 1,2925 Dollar in New York.

Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik mit Ausnahme Japans notierte 0,2 Prozent höher. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Index 0,1 Prozent im Plus mit knapp 9534 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor dagegen 0,2 Prozent auf 788 Punkte. Die Börse profitierte von den Arbeitsmarktdaten in den USA.

"Wir hatten wirklich gute Wirtschaftsdaten aus China", sagte Marktanalystin Juliana Roadley von Commonwealth Securities. Die Industrieproduktion in der Volksrepublik stieg im November mit einem überraschend kräftigen Plus von 10,1 Prozent zum Vorjahr so stark wie seit acht Monaten nicht mehr.

Auch die Umsätze im Einzelhandel erreichten mit einem Plus von 14,9 den größten Zuwachs seit acht Monaten. Die chinesischen Exporte dagegen legten im November deutlich weniger stark zu als erwartet. Dies liege an der Unsicherheit wegen des US-Haushaltsstreits, sagte Volkswirt Zhang Zhiwei von Nomura in Hongkong.

In Japan standen abermals Exporttitel im Fokus. Nach kräftigen Kursgewinnen zuletzt drückten nun Gewinnmitnahmen auf die Aktien. Canon gaben 0,6 Prozent nach, TDK Corp 3,1 Prozent und Honda 0,7 Prozent. An der Wall Street hatten am Freitag ein ermutigender US-Arbeitsmarktbericht den Standardwerten zu Gewinnen verholfen.

Der japanische Nikkei-Index ist mit einem Sieben-Monats-Hoch in die neue Woche gestartet. Der 225 Werte umfassende Index lag dank unerwartet guter US-Arbeitsmarktdaten und einer gestiegenen Industrieproduktion in China am Montagmittag 0,25 Prozent im Plus bei 9550 Punkten. Das war der beste Wert sei April. Allerdings drückten bei einigen Exporttiteln Gewinnmitnahmen auf den Kurs. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,1 Prozent auf 789 Punkte.

In den USA bestimmt der Haushaltsstreit wohl auch in dieser Woche den Handel. Die vergangene Woche hatte der breit gefasste S&P-500-Index kaum verändert abgeschlossen. Das Standardwerte-Barometer Dow Jones und der Technologieindex Nasdaq legten dagegen je ein Prozent zu.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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