Börse Tokio
Der Nikkei dreht ins Plus

Japans Leitindex ist zeitweise auf seinen tiefsten Stand seit sieben Wochen gefallen. Doch am Ende schoben die Akteure die Unsicherheit um die US-Geldpolitik beiseite.
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TokioDie Aussicht auf eine geldpolitische Wende der US-Notenbank (Fed) hat auch am Mittwoch die asiatischen Börsen belastet. Die Investoren warteten auf weitere Hinweise, ab wann die Fed ihre massiven Anleihenkäufe zur Ankurbelung der Konjunktur drosseln wird. Am Abend sollten die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank veröffentlicht werden. Anleger zogen weiterhin Geld aus Schwellenländern ab, fast alle asiatischen Börsen verzeichneten Kursverluste.

In Japan drehte der Nikkei -Index im späten Handel ins Plus und schloss 0,2 Prozent fester bei 13.424 Punkten. Dabei spielte möglicherweise die Ankündigung von Notenbankchef Haruhiko Kuroda eine Rolle, dass das heimische Staatsanleihen-Kaufprogramm nötigenfalls erneut ausgeweitet werden könnte.

Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte außerhalb Japans verlor dagegen 0,3 Prozent. Im Handelsverlauf war er zeitweise auf den niedrigsten Stand seit fünf Wochen gefallen. Die koreanischen Aktien gaben gut ein Prozent nach, die chinesische Börse verlor 0,35 Prozent, in Taiwan sank der Leitindex um fast 0,9 Prozent.

Die Aussicht auf eine weniger lockere Geldpolitik in den USA hatte zuletzt die Währungen von Brasilien, Indien und anderen Schwellenländern stark belastet. Die indische Rupie erholte sich am Mittwoch aber wieder etwas von ihrem Rekordtief, nachdem die Notenbank Schritte eingeleitet hatte, um den Anleihemarkt zu unterstützen.

Die japanische Notenbank will ihre extrem expansive Geldpolitik falls nötig noch weiter ausweiten. Notenbankchef Haruhiko Kuroda sagte der Zeitung "Mainichi", er werde nicht zögern, den monetären Stimulus zu verstärken, falls eine geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung oder die wirtschaftlichen Probleme im Ausland die Konjunktur in Japan gefährdeten. Zwar seien zusätzliche Schritte aller Voraussicht nach nicht notwendig. "Aber wenn etwas passiert, werden wir mit der Antwort nicht zögern", sagte Kuroda.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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