Börse Tokio

Der Nikkei-Index erholt sich

Die Anleger am japanischen Aktienmarkt sind wieder zuversichtlicher. Zum Wochenschluss stiegen die Kurse. Vor den US-Arbeitsmarktdaten agierten die Akteure jedoch vorsichtig.
Update: 06.12.2013 - 08:21 Uhr Kommentieren
Anzeige von Aktienkursen in Downtown Tokio. Quelle: Reuters

Anzeige von Aktienkursen in Downtown Tokio.

(Foto: Reuters)

TokioDie Anleger in Asien haben sich vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten am Freitag nicht recht aus der Deckung getraut. Die Börsen in Tokio schlossen im Plus, waren aber in den vorangegangenen beiden Tagen deutlich gefallen. Wie in anderen Teilen Asiens hielten sich die Kursausschläge jedoch in Grenzen.

Der japanische Leitindex verzeichnete zum Handelsschluss ein Plus von 0,8 Prozent auf 15.300 Punkte, der breiter gefasste Topix gewann 0,5 Prozent auf 1236 Punkte. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik unter Ausschluss von Japan gab um 0,4 Prozent nach.

Die Handelswoche beendete der Nikkei mit einem Abschlag von 2,3 Prozent. "Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage kaufen die Anleger gerne japanische Aktien zurück", sagte Yoshiyuki Kondo, Marktanalyst bei Daiwa Securities.

Allerdings hielten die Schwankungen auf dem Devisenmarkt im Moment einige Investoren davon ab, exportabhängige Werte zu kaufen. Der Dollar kostete rund 102 Yen, nachdem er vor einigen Tagen ein Sechs-Monats-Hoch bei 103,38 Yen markiert hatte.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen an den Märkten die am Nachmittag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten. Von Reuters befragte Analysten sagen für November 180.000 neue Jobs außerhalb der US-Landwirtschaft voraus nach einem Plus von 204.000 Stellen im Vormonat.
Die Investoren erhoffen sich von den Konjunkturdaten aus den USA Hinweise, wann die Notenbank Fed ihr Anleihenkaufprogramm im Volumen von 85 Milliarden Dollar im Monat zurückfahren könnte. Die Fed hat immer wieder betont, dass sie ihre Geldpolitik an der Entwicklung der US-Konjunktur ausrichtet. Die Hausse an den Börsen der vergangenen Monate ist maßgeblich auf die Geldschwemme der US-Zentralbank zurückzuführen.

Diese Aktien erschüttern die Börse

THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007500001
Börse
Xetra

+1,12 +4,45%
0,00€
Chart von THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.
Thyssen-Krupp: Kapitalerhöhung lässt Kurs einbrechen
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Thyssen-Krupp: Kapitalerhöhung lässt Kurs einbrechen

Wieder einmal fällt die Aktie des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp mit massiven Ausschlägen nach unten auf. Diese Woche war es vor allem die bereits erwartete Kapitalerhöhung. Der Essener Konzern gab dazu am Montag den Startschuss. Insgesamt brachte dieser Schritt einen Bruttoerlös von 882,3 Millionen Euro. Dabei wurden 51,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 17,15 Euro je Papier bei deutschen und internationalen Investoren platziert. Der Konzern benötigt angesichts zahlreicher Probleme (Stahlwerke in Amerika, hohe Schulden) dringend frisches Kapital. Allerdings verwässert dies die Ertragschancen der Alt-Aktionäre; der Kurs gab am Montag 8,5 Prozent nach, am Dienstag weitere 2,2 Prozent. Belastend wirkte auch die Nachricht, dass Thyssen-Krupp den milliardenschweren Verkauf der Edelstahltochter Inoxum an Outokumpu teilweise rückabwickeln muss.

Kursentwicklung 1 Woche: - 10,3 Prozent

OUTOKUMPU OYJ REGISTERED SHARES CL.A O.N.

WKN
ISIN
FI0009002422
Börse
Xetra

+0,01 +0,07%
0,00€
Chart von OUTOKUMPU OYJ REGISTERED SHARES CL.A O.N.
Outokumpu: Rückabwicklung sorgt für kurzfristigen Schub
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Outokumpu: Rückabwicklung sorgt für kurzfristigen Schub

Der finnische Stahlkonzern Outokumpu profitierte von der Nachricht, dass Thyssen-Krupp den Verkauf der Edelstahltochter Inoxum zum Teil rückabwickeln muss. Outokumpu steckt selbst in finanzieller Bredouille, muss nun den Kredit über 1,25 Milliarden Euro nicht bezahlen. Stattdessen nehmen die Essener das Edelstahlwerk im italienischen Terni und den Spezialhersteller VDM zurück. Diese Nachricht ließ die Outokumpu-Titel am Montag um bis zu 34,4 Prozent in die Höhe schnellen. Das war der größte Tagesgewinn der Unternehmensgeschichte. Allerdings kehrten im Wochenverlauf die Sorgen zurück; der Kurs fiel wieder unter das Vorwochen-Niveau.

Kursentwicklung 1 Woche: - 0,5 Prozent

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
Xetra

+1,52 +1,58%
0,00€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
BASF: Konjunktursorgen setzen Aktie unter Druck
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BASF: Konjunktursorgen setzen Aktie unter Druck

Die US-Wirtschaft zieht an. Klingt eigentlich gut, lässt aber bei Börsianern die Sorge wachsen, die US-Notenbank könne ihre expansive Geldpolitik drosseln, was letztlich wiederum Unwägbarkeiten für die konjunkturelle Entwicklung mit sich brächte. Dies setzte den Aktienmarkt insgesamt unter Druck, insbesondere aber konjunkturabhängige Titel. So verloren die Papiere von BASF am Mittwoch knapp zwei Prozent.

Kursentwicklung 1 Woche: - 2,9 Prozent

HEIDELBERGCEMENT AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006047004
Börse
Xetra

-0,32 -0,34%
0,00€
Chart von HEIDELBERGCEMENT AG INHABER-AKTIEN O.N.
Heidelberg-Cement: Im allgemeinen Sog nach unten
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Heidelberg-Cement: Im allgemeinen Sog nach unten

Im Zuge der allgemeinen Sorgen um Geldpolitik und Konjunkturentwicklung verloren auch die Papiere des Zementherstellers Heidelberg-Cement kräftig, allein am Mittwoch 1,7 Prozent. Der Wert gilt ebenfalls als konjunktursensibel.

Kursentwicklung 1 Woche: - 3,2 Prozent

DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005552004
Börse
Xetra

+0,78 +1,94%
0,00€
Chart von DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Post: Anleger fliehen aus Aktie
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Deutsche Post: Anleger fliehen aus Aktie

Deutliche Abschläge gab es insbesondere bei der Deutschen Post. Die Aktie verlor am Dienstag 3,9 Prozent und landete damit auf dem letzten Platz im Dax.

Kursentwicklung 1 Woche: - 2,7 Prozent

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
Xetra

+0,22 +1,66%
0,00€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Commerzbank: Steuer-Razzia beunruhigt Investoren
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Commerzbank: Steuer-Razzia beunruhigt Investoren

Am Dienstag machte die Commerzbank mit einer Nachricht auf sich aufmerksam, die nichts mit den tagesaktuellen Sorgen um Geldpolitik und Konjunktur zu tun hatte. In einer Großrazzia suchten Steuerfahnder nach Hinweisen auf Steuerhinterziehungen mittels Lebensversicherungen. Es soll um Summen im dreistelligen Millionenbereich gehen. Die Commerzbank wird von den Ermittlern zwar als als Zeuge geführt, nicht als Verdächtiger, dennoch trennten sich Anleger von den Aktien. Die verloren 3,9 Prozent.

Kursentwicklung 1 Woche: 0,0 Prozent

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
Xetra

+0,16 +0,54%
0,00€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Lufthansa: Anleger fürchten Vogelgrippe
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Lufthansa: Anleger fürchten Vogelgrippe

Bei der Lufthansa waren es Meldungen um einen erneuten Ausbruch der Vogelgrippe in Asien, die am Dienstag die Aktien der Fluggesellschaften stark unter Druck setzten. Die Papiere fielen um bis zu 3,3 Prozent und waren damit im Dax am frühen Nachmittag das Schlusslicht. Hongkong hatte am Montagabend den ersten Fall des Vogelgrippen-Virus H7N9 bestätigt. Am Donnerstag belasteten zudem schlechte Branchenzahlen den Kurs.

Kursentwicklung 1 Woche: - 2,7 Prozent

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