Börse Tokio
Der Nikkei rutscht ein Prozent ab

Nach der historischen Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Börse in Tokio nachgegeben. Nun schauen die Akteure auf die US-Arbeitsmarktdaten.
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TokioAsiens Aktienmärkte sind am Freitag der Wall Street ins Minus gefolgt. Vor dem am Nachmittag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht scheuten die Anleger das Risiko und hielten sich zurück. Von den Daten erhoffen sich die Marktteilnehmer Hinweise über den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank.

Ihre extrem lockere Geldpolitik stützte zuletzt die Märkte. Für wenig Aufsehen sorgte dagegen die überraschende Zinssenkung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Nachdem der Euro im Anschluss auf den tiefsten Stand seit sieben Wochen gerutscht war, blieb die Gemeinschaftswährung in Fernost unter Druck und kostete zuletzt 1,3399 Dollar. Dazu trug auch die Herabstufung des Euro-Landes Frankreich durch die Ratingagentur S&P bei.

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans gab um 0,8 Prozent nach. In Japan fiel der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ein Prozent auf 14.086 Punkte. Der breiter gefasste Topix verlor 0,7 Prozent auf 1176 Punkte.

"Der japanische Markt erhielt einen Schlag von den schwachen US-Märkten, aber wenn der Nikkei unter 14.000 fällt, dürften die Anleger wieder einsteigen, um bei niedrigen Werten zu kaufen", sagte Nobuhiko Kuramochi von Mizuho Securities.

Auch positive Konjunkturdaten aus China vermochten die Anleger nicht aus der Deckung zu locken. Die chinesischen Exporte stiegen im Oktober wieder und übertrafen mit einem Plus von 5,6 Prozent im Jahresvergleich sogar die Erwartungen von Analysten.

Bei den Einzelwerten standen in Japan Exportwerte wie Sony oder Toyota unter Druck, die zwischen 2,6 und 1,2 Prozent Federn ließen. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht bereinigten einige ihre Positionen, sagten Händler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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