Börse Tokio
Der Nikkei setzt die Talfahrt fort

Der japanische Aktienmarkt verzeichnet erneut starke Verluste. Schuld am Absacken des Nikkei sind Äußerungen der japanischen Notenbank. Unter Druck stehen vor allem die Aktienkurse von Autoherstellern.
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TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch überwiegend Kursgewinne verbucht. Damit folgten sie den US-Börsen, die sich vor dem Start der Bilanzsaison ebenfalls erholt hatten. Gegen den Trend drückte allerdings ein starker Yen die Tokioter Börse auf ein Zwei-Wochen-Tief.

Der Nikkei -Index sank um 2,1 Prozent auf 14.299 Punkte. Der Markt stand unter dem Eindruck der jüngsten Äußerungen der japanischen Notenbank, die weiteren Konjunkturspritzen eine Absage erteilt hatte. Dies verhalf der heimischen Währung zu Kursgewinnen. Ein starker Yen belastet allerdings die Geschäfte der japanischen Exportwirtschaft.

Außerhalb Japans legten die Börsen zu. Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte ohne Japan lag 0,8 Prozent im Plus. In Hongkong kletterte der Index ebenfalls rund 0,8 Prozent nach oben. In Shanghai fiel das Plus deutlich geringer aus, weil Investoren nach den Kursgewinnen am Vortag Kasse machten.

In Tokio standen vor allem die Aktienkurse von Autoherstellern unter Druck. Toyota-Papiere verloren mehr als drei Prozent, Nissan 2,6 Prozent und Mazda 3,7 Prozent. Toyota-Aktien wurden zudem durch einen erneuten Massenrückruf des Branchenprimus belastet.

Weltweit müssen 6,58 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Bei den Kleinwagen Yaris und Urban Cruiser kann es Firmenangaben zufolge etwa Probleme an den Sitzschienen oder mit der Befestigung der Lenksäule geben. Damit zusammenhängende Unfälle seien aber nicht bekannt.

Die japanische Notenbank hatte am Tag zuvor signalisiert, kurzfristig keine neuen Konjunkturprogramme auflegen zu wollen. Die Erholung der Wirtschaft setze sich in einem moderaten Tempo fort. Notenbank-Chef Haruhiko Kuroda hatte sich zudem zuversichtlich gezeigt, dass die Wirtschaft den Dämpfer durch die im April erhöhte Mehrwertsteuer verkraften werde. Der Yen verbuchte Reuters-Daten zufolge daraufhin den größten Tagesgewinn seit vier Wochen sowohl im Vergleich zum Dollar, als auch zum Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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