Börse Tokio
Der Nikkei tritt auf der Stelle

Die Börse in Tokio erlebte einen ruhigen Handelstag. Der Nikkei rückte kaum von der Stelle. Für Gesprächsstoff sorgte allerdings die japanische Notenbank.
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TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch uneinheitlich tendiert. In Tokio bremsten Sorgen um die Folgen der Gewalt in Nahost das Börsengeschäft. Die Unsicherheit der Anleger zehre hier die guten Voraussetzungen auf, die es angesichts der Kurszuwächse an den Märkten in Europa und den USA eigentlich gebe, sagten Händler. Dieselben positiven Vorgaben ermutigten die Anleger aber in anderen Teilen der Region. Auch ließen sich die Investoren insgesamt weniger von der Krise in der Ukraine beunruhigen, seit prorussische Separatisten die Flugschreiber der abgestürzten Passagiermaschine an Experten übergeben haben.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte beendete den Handel mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 15.328 Punkten. Der MSCI-Index asiatischer Werte ohne Japan tendierte dagegen 0,5 Prozent höher. Vor allem in Singapur zeigte sich der Aktienmarkt mit einem Plus von 0,6 Prozent von einer positiveren Seite.

Doch insgesamt bereitete die Nahost-Krise vielen Anlegern Sorgen. "Man darf den Einfluss der Vorgänge im Gazastreifen nicht unterschätzen, weil daran mittelfristig der Preis für Öl und andere Rohstoffe hängt", sagte Hikaru Sato, technischer Analyst bei Daiwa Securities.

Für Diskussionsstoff in Tokio sorgte die japanische Notenbank, die ein Ende der Deflation in greifbarer Nähe sieht. Diese Abwärtsspirale aus fallenden Preisen und sinkender Wirtschaftsleistung hat die japanische Konjunktur seit Jahren gelähmt. Die Zentralbank warnte jedoch zugleich, dass die Ausfuhren weiterhin schwächelten.

Die Aktien großer exportorientierter Unternehmen tendierten am Mittwoch unterschiedlich. Während die Papiere von Toyota und Sony zulegten, gaben die Anteilsscheine von Honda nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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