Börse Tokio
Deutliche Verluste am japanischen Aktienmarkt

Der Nikkei-Index sinkt fast zwei Prozent. Analysten machen Gewinnmitnahmen von Kleinanlegern verantwortlich. Japanische Brauereikonzerne sind wegen ihres Gewinnausblicks auf den Verkaufslisten.
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TokioNach kräftigen Kursgewinnen in dieser Woche haben Anleger in Asien am Donnerstag größtenteils Gewinne mitgenommen. Die ersten öffentlichen Äußerungen der neuen Fed-Chefin Janet Yellen seit ihrem Amtsantritt hatten am Vortag an den Börsen in Fernost für Auftrieb gesorgt.

Yellen hatte erklärt, dass sie gegen plötzliche Änderungen in der Geldpolitik sei und so die Märkte beruhigt. Zur optimistischen Stimmung trug auch bei, dass der US-Kongress am Mittwochabend die Gefahr einer Staatsinsolvenz abwandte und die Schuldengrenze erhöhte.

"Investoren sind ein bisschen verwirrt", sagte Norihito Fujito, Investement-Stratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Sie seien zwar erleichtert, dass einige Punkte abgehakt seien, aber sie hätten noch nicht die Zuversicht, den Markt weiter nach oben zu treiben.

Viele Anleger wollten mehr Belege dafür sehen, dass die Weltkonjunktur auf Erholungskurs ist. Auch gibt es Zweifel an den chinesischen Importzahlen, die in dieser Woche veröffentlicht wurden und so stark waren wie seit sechs Monaten nicht mehr. Einige Experten gehen davon aus, dass die Bilanz durch gefälschte Transaktionen aufgebläht wurde, mit denen Kapitalverkehrskontrollen umgangen werden sollen.

Der MSCI-Index für die Aktienmärkte außerhalb Japans gab um 0,7 Prozent nach. In Tokio schloss der Nikkei 1,8 Prozent schwächer und verzeichnete damit den höchsten Rückgang seit einer Woche. Der Leitindex ging mit 14.534 Punkten aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten standen in Tokio die Brauereikonzerne Sapporo Holdings und Asahi Group Holdings im Interesse der Investoren. Beide Unternehmen enttäuschten den Markt mit ihren Gewinnausblicken für dieses Jahr. Sapporo ging mit einem Minus von 4,1 Prozent aus dem Handel. Asahi-Papiere verbilligten sich um 4,5 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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