Börse Tokio
Entlastung aus Griechenland für Asiens Märkte

Fortschritte in der Schuldenkrise tun den Börsen gut. In Tokio legte der Nikkei deutlich zu. Technologiewerte waren gefragt.
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TokioDas deutsch-französische Bekenntnis zu Hilfen für das hoch verschuldete Griechenland hat die asiatischen Börsen beflügelt. Der 225 Werte umfassende japanische Nikkei-Index legte am Donnerstag um 1,8 Prozent zu und schloss mit 8669 Punkten. Damit konnte er Verluste vom Vortag ausgleichen, als der japanische Leitindex mit dem niedrigsten Kurs seit April 2009 schloss. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,3 Prozent auf 751 Punkte zu.

Am Vorabend hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy in einem Telefonat mit Ministerpräsident Giorgos Papandreou ein Bekenntnis zu Griechenland als Mitglied der Eurozone abgegeben. Papandreou sicherte im Gegenzug die Umsetzung aller Reformen zu.

Börsenexperten zeigten sich jedoch skeptisch, dass damit eine nachhaltige Erholung der Finanzmärkte beginnt. „Ich bin ein bisschen von der Entwicklung heute überrascht“, sagte Simon Burge, Portfolio-Manager bei ATI Asset Management. Deshalb gehe er nicht davon aus, das der Kursanstieg länger andauern werde.

Bei den Einzelwerten waren besonders Technologieaktien gefragt. Die Titel des Chipherstellers Elpida Memory gewannen fünf Prozent. Der Konzern hatte angekündigt, Teile der inländischen Produktion möglicherweise nach Taiwan zu verlegen. Mit einer neuen Chip-Generation will sich das Unternehmen dem Druck durch den starken Yen entgegenstellen. Auch Tokyo Electron und Advantest verbuchten deutliche Gewinne.

Auch die übrigen asiatischen Börsen konnten sich mehrheitlich erholen. Allein die Börse in Shanghai notierte etwas schwächer und Hongkong fast unverändert. Am stärksten waren die Kursgewinne in Taiwan mit einem Plus von mehr als zwei Prozent. In Korea belief sich der Anstieg auf 1,5 Prozent und in Singapur auf rund 0,5 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse Tokio : Entlastung aus Griechenland für Asiens Märkte "

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  • Wie lange soll dieses unsägliche Schauspiel eigentlich noch weiter gehen? Sarkozy holt sich fast jede Woche bei Merkel die Zusage ein, seine Banken nicht gegen die Wand rennen zu lassen, Merkel rettet am laufenden Band Griechenland, das in der Eurozone nicht mehr zu retten ist, und Papandreou sagt zum X-ten Mal zu, alle Auflagen zu erfüllen, obwohl bis heute strukturell nichts geschehen ist. Man kann mal wieder Luft holen - bis zum nächsten Sturm. Stopp, Frau Merkel! Hier geht es um Deutschlands Zukunft. Sie sind nicht gewählt, um die auf's Spiel zu setzen.

  • ...tun die Fortschritte in der Schuldenkrise gut.
    Diese Fortschritte sieht man nur wenn man die europhile Scheuklappen der EU Propagandapresse trägt.
    Selten so gelacht, welche Fortschritte ?
    Fortwährendes Schreiten in den Abgrund, sollte es wohl heißen, in welchen uns die Diktatwährung und Fehlkonstruktion EUro reissen wird.
    Griechenland ist so pleite und fertig mit der Welt, man müßte für Griechenland eigentlich ein Superlativ von Pleite erfinden. Zahlungunfähig, Insolvent, Pleite.
    GR hat fertig, und das schon lange.
    Rede und Denkverbote ändern daran gar nichts.

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