Börse Tokio
Euro-Krise drückt Kurse in Asien deutlich

Bange Blicke gehen von Tokio nach Athen: Die politische Lage in Griechenland und Sorgen vor einer Eskalation der Euro-Schuldenkrise haben den japanischen Aktienmarkt am Dienstag mehr als ein Prozent ins Minus gedrückt.
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TokioSorgen vor einer Eskalation der Euro-Schuldenkrise haben den japanischen Aktienmarkt am Dienstag ins Minus gedrückt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index sank im frühen Handel 0,8 Prozent auf 8902 Punkte und baute seine Verluste nachmittags auf mehr als ein Prozent aus. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,9 Prozent auf 749 Punkte ab.

In Athen hatte Präsident Karolos Papoulias am Montagabend den letzten Versuch zur Regierungsbildung auf Dienstag vertagt. Die Aussicht auf einen Erfolg wurde allerdings als gering eingeschätzt - die Wahrscheinlichkeit von Neuwahlen und einem dann folgenden Sieg der Spargegner ist damit hoch. Sorgen vor einer Zuspitzung der Krise hatten zuvor auch den US-Börsen Verluste eingebrockt.

Bei den Einzelwerten konnten sich Sony und Panasonic gegen den Trend behaupten und gewannen je 0,4 Prozent. Kreisen zufolge wollen die Elektronikkonzerne Bildschirme mit der neuen Technologie OLED gemeinsam herstellen. Die Produktion von OLED-Schirmen nimmt gerade erst Fahrt auf. Die Technik macht noch dünnere Bildschirme möglich, verbraucht weniger Strom und bietet ein klareres und kontrastreicheres Bild als LCD.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit Abschlägen von 1,0 Prozent auf 12.695 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.661 und 12.818 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,1 Prozent auf 1338 Zähler nach. Zwischenzeitlich war der S&P auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten gefallen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,1 Prozent auf 2902 Stellen. Der Dax schloss 1,9 Prozent tiefer bei 6451 Punkten.

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