Börse Tokio
Eurokrise drückt Japans Aktienkurse deutlich

Wegen der schlechten Vorgaben aus New York und der Furcht vor einem Euro-Austritt Griechenlands hat der japanische Aktienmarkt deutliche Verluste verbucht. Der Autohersteller Mazda verhandelt offenbar mit Fiat.
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TokioDer japanische Aktienmarkt hat am Mittwoch Verluste verzeichnet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab im frühen Geschäft 1,2 Prozent auf 8625 Punkte nach. Nachmittags baute der Index seine Verluste noch aus. Der breiter gefasste Topix-Index sank 0,9 Prozent auf 726 Punkte. Die Börsianer trennten sich kurz vor dem Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel über den Kurs zur Überwindung der Schuldenkrise von ihren Anteilsscheinen.

Der japanische Autobauer Mazda Motor führt offenbar Gespräche mit dem italienischen Pkw-Hersteller Fiat über eine Allianz. Der defizitäre Auto-Konzern wolle mit dem Schritt sein Überleben sichern, verlautete am Mittwoch aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen. Zuvor hatte der TV-Sender NHK über die Pläne berichtet. Ein Sprecher Mazdas erklärte, dass das Unternehmen später eine Stellungnahme abgeben wolle. Mazda unterhält bereits eine strategische Partnerschaft mit Ford. Der US-Autoproduzent hat seine Beteiligung an Mazda 2010 reduziert.

Die japanische Notenbank belässt den Leitzins weiter im Korridor zwischen null und 0,1 Prozent. Die am Mittwoch bekanntgegebene Entscheidung war weithin erwartet worden und fiel einstimmig aus. Die Zentralbank vertrat nach wie vor die Auffassung, dass die japanische Wirtschaft ihren moderaten Erholungskurs fortsetzen wird.

Die erneut aufflammende Furcht vor einem Euro-Austritt Griechenlands hatte am Dienstag die Erholung der US-Börsen abrupt abgewürgt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verabschiedete sich nach einer Berg- und Talfahrt minimal schwächer bei 12.502 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 konnte sich dagegen leicht auf 1316 Zähler verbessern. Die Technologiebörse Nasdaq büßte 0,3 Prozent auf 2839 Stellen ein.

Die Exporte Japans haben im April nicht so stark zugelegt wie erwartet. Die Ausfuhren nahmen im Vorjahresvergleich um 7,9 Prozent zu, wie das Finanzministerium am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Plus von 12,7 Prozent gerechnet. Die Importe zogen um acht Prozent an. Experten hatten mit 10,2 Prozent kalkuliert. Damit wies Japan für April ein Handelsdefizit von 520,3 Milliarden Yen (5,1 Milliarden Euro) aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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