Börse Tokio
Exportfirmen profitieren von Kauflaune in USA

Die Konsumbereitschaft kurz vor Weihnachten beschert den japanischen Ausfuhr-Unternehmen gute Geschäfte. Die Kurse steigen auch im Blick auf die Parlamentswahl am Sonntag, bei der ein Sieg Shinzo Abes als sicher gilt.
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TokioPositive Vorgaben von der Wall Street haben dem Aktienmarkt in Japan am Freitag zu Gewinnen verholfen. Die steigende Konsumlaune in den USA kurbele auch die Geschäfte japanischer Exportfirmen an, sagte Analyst Masayuki Otani von Securities Japan. Neuesten Daten zufolge sind die US-Einzelhändler gut in das wichtige Weihnachtsgeschäft gestartet, was Anleger ermunterte, wieder in die Aktienmärkte einzusteigen.

In Tokio gewann der Nikkei -Index der 225 führenden Werte zeitweise bis zu 1,2 Prozent, konnte diesen Aufschlag aber nicht ins Wochenende retten. Am Ende schloss der Leitindex 0,7 Prozent im Plus bei 17.371 Punkten. Der breiter gefasste Topix rückte 0,2 Prozent vor auf 1399 Zähler. Damit beendeten sie ihre dreitägige Talfahrt aufgrund des fallenden Ölpreises. Auf Wochensicht verzeichnete der Nikkei dennoch ein Minus. Die chinesischen Handelsplätze tendierten dagegen uneinheitlich. Der Hong Konger Hang Seng gab 0,3 Prozent ab, während der Shanghai Composite 0,5 Prozent zunahm.

Besonders im Blick stand der Ölpreis, der seinen Sinkflug in Asien fortsetzte. Während dies in den Tagen zuvor die Furcht vor einer Deflation in weiten Teilen der Welt geschürt hatte, konnten die Anleger der Entwicklung nun auch positive Seiten abgewinnen: Schließlich lässt das billigere Öl offenbar die US-Verbraucher tiefer in die Tasche greifen und amerikanische Unternehmen mehr Mitarbeiter einstellen.

Den japanischen Börsen gab auch die Erwartung Aufwind, dass die Regierungspartei von Ministerpräsident Shinzo Abe die Wahlen am Sonntag gewinnen wird und Abe so seine konjunkturfördernde Politik - die sogenannten "Abenomics" - fortsetzen kann.

Zu den stärksten Gewinnern gehörten Canon, nachdem der Kamera-Hersteller eine höhere Dividende in Aussicht gestellt hat. Die Aktien kletterten fast fünf Prozent. Das war der höchste Stand seit Mai 2013. Exportwerte wie Toyota, Mazda oder Panasonic profitierten zudem von dem wieder etwas schwächeren Yen. Zum Dollar notierte die japanische Währung bei 118,89 Yen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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