Börse Tokio
Exportwerte treiben Nikkei an

Der Yen fällt, die Börse Tokio steigt. Zu den Gewinnern gehörten vor allem Exportwerte. Experten warnen allerdings vor zu großem Optimismus.
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TokioJapans Intervention am Devisenmarkt und eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik hat der Börse des Landes am Donnerstag Auftrieb verliehen. Allerdings mieden um die Entwicklung der Weltwirtschaft besorgte Anleger risikoreichere Investitionen. Nachdem die Schweiz am Vortag überraschend die Zinsen gesenkt hatte, lastete die Unsicherheit über mögliche weitere Aktionen der Notenbanker auf den anderen Börsen in Fernost. An den Märkten wurde über weitere Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank spekuliert.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,23 Prozent im Plus bei 9659 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index büßte bis Handelsschluss 0,1 Prozent auf 826 Punkt ein. Die Aktienmärkte in Südkorea, Taiwan und Singapur verloren. Einzig in Shanghai legte der Markt zu.

In Tokio gewannen vor allem Exportschwergewichte, nachdem zuletzt Sorgen aufkeimten, der starke Yen könnte die Erholung der japanischen Wirtschaft von dem Erdbeben im März verhindern und die Gewinne der Unternehmen schmälern. Die Aktien des Autobauer Toyota kletterten 0,6 Prozent. Die Papiere des Kamera- und Bürogeräteherstellers Canon stiegen um ein Prozent.

Auch Spekulationen über eine Fusion der Industriekonzerne Hitachi und Mitsubishi Heavy Industries trieben die Kurse an. Kreisen zufolge befinden sich beide Unternehmen bereits in Gesprächen über einen Zusammenschluss.

Experten warnten aber vor zu großem Optimismus. „Die Auswirkungen der Intervention könnten nur kurzfristiger Natur sein“, sagte Analyst Makoto Nagahori von Instinet. „Denn angesichts der Sorgen um die Weltwirtschaft gilt der Yen immer noch als sicherer Hafen.“ Den Höhenflug des Yen stoppte Japan mit der Intervention am Devisenmarkt vorerst. Der Dollar legte auf 79,31 Yen zu von 77,03 Yen im späten US-Handel. Der Euro stieg auf 113,34 Yen nach 110,27 Yen zuletzt in New York. Die japanische Währung hatte sich zuletzt nahe Rekordhöhen bewegt und japanischen Exportunternehmen die Geschäfte erschwert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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