Börse Tokio
Exportzahlen aus China belasten Aktien in Asien

Die Ausfuhren aus der Volksrepublik sinken im Juni. Auch das Verbrauchervertrauen in Japan hat sich eingetrübt. In Japan verlor der Nikkei-Index knapp ein halbes Prozent.
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TokioÜberraschend schwache Exportzahlen aus China und eine eingetrübte Stimmung der japanischen Verbraucher haben am Mittwoch die Aktienmärkte in Fernost belastet. Gewinne aufgrund starker Vorgaben von der Wall Street hielten sich daher in Grenzen.

In der Volksrepublik ging das Exportvolumen im Juni zum ersten Mal seit Januar vergangenen Jahres zurück und verfehlte mit einem Minus von 3,1 Prozent deutlich die Erwartungen. Die Importe sanken um 0,7 Prozent.

Die Zahlen verstärkten die Sorgen vor einer Abkühlung der Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft. "Die überraschend schwachen Juni-Exporte zeigen, dass Chinas Wirtschaft wegen der schwachen Auslandsnachfrage zunehmend unter Druck steht", sagte Volkswirt Li Huiyong von Shenyin & Wanguo in Shanghai.

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans lag knapp 0,7 Prozent im Plus. Vor Bekanntgabe der chinesischen Exportzahlen hatte der Index 1,2 Prozent höher notiert. Vor allem die Kursgewinne der US-Börsen, die von der Aussicht auf eine starke Bilanzsaison angetrieben worden waren, hellte zunächst auch in Fernost die Stimmung an den Aktienmärkten auf.

In Tokio gab der Nikkei-Index anfängliche Gewinne wieder ab und fiel um knapp 0,4 Prozent auf 14.416 Punkte. Ein Grund war, dass sich die Stimmung der japanischen Verbraucher im Juni eintrübte. Das Barometer sank auf 44,3 von 45,7 Punkten im Mai. Der Rückgang weist darauf hin, dass der schleppende Zuwachs bei Löhnen und Beschäftigung auf die Kauflaune drückt. An den meisten anderen asiatischen Märkten legten die Kurse zu.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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