Börse Tokio
EZB-Geldspritze überzeugt nicht

Nachdem die Europäische Zentralbank mit ihrem Drei-Jahres-Tender an der New Yorker Börse nicht für die erhoffte Zuversicht sorgen konnte, tendierten die Börsen in Tokio schwächer.
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TokioDie milliardenschwere Geldspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Sorgen über die Euro-Schuldenkrise auch an den Asien-Börsen nicht wesentlich dämpfen können. Trotz des beispiellosen Volumens der EZB-Kreditlinien von fast einer halben Billion Euro blieben die Marktteilnehmer skeptisch, wie viel davon in die Volkswirtschaften der Eurozone fließen wird, um eine Kreditklemme zu verhindern und die Konjunktur anzukurbeln. Vor den Weihnachtsfeiertagen gestaltete sich das Börsengeschäft zudem zäh, berichteten Marktbeobachter in Tokio. Viele ausländische Kollegen hätten sich bereits in die Ferien verabschiedet.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,8 Prozent im Minus bei 8395 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,4 Prozent auf 723 Punkte. Auch die Börsen in Hongkong und Singapur gaben nach, während die Aktienmärkte in Taiwan, Korea und Shanghai auf der Stelle traten. Rund 490 Milliarden Euro vergab die EZB als dreijährige Kredite an Geschäftsbanken mit einem Zinssatz von lediglich einem Prozent. Doch der Geldsegen der EZB für Europas Banken hatte schon an der Wall Street kaum für Zuversicht gesorgt.

In Tokio standen vor allem Chipwerte im Mittelpunkt des Interesses. Nach Produktionsausfällen durch die Überschwemmungen in Thailand geraten japanische Unternehmen immer stärker unter Druck ihrer ausländischen Konkurrenten. So verloren die Aktien des Halbleiterproduzenten Renesas Electronics 0,9 Prozent, nachdem das Unternehmen über schwächelnde Nachfrage wegen der Thailand-Fluten sowie über die Euro-Schuldenkrise geklagt hatte.

Nach den herben Kursverlusten des Vortags ging es für den Betreiber des Katastrophen-Reaktors Fukushima, Tepco, am Donnerstag wieder aufwärts. Der Versorger wurde an der Börse für seine Ankündigung belohnt, im April die Stromtarife für Geschäftskunden zu erhöhen. Tepco-Titel verteuerten sich um 5,2 Prozent. Am Mittwoch hatte der Bericht über eine anstehende Verstaatlichung des Unternehmens einen Kurssturz um zehn Prozent ausgelöst.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse Tokio: EZB-Geldspritze überzeugt nicht"

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  • @ Hannes,
    falls Sie das nicht wissen, Sie müssen es nicht jedesmal lesen!

  • Ärgerlich, nicht wahr, vor allem wenn man gerne auf Gleichschaltung steht! Wir sind wieder wer!

    Trotzdem weniger wahr wird es aber auch nicht!

  • Da schreiben Sie ja Ihren Schwall detaillierter Dummheit per copy & paste an jeder Ecke. Intelligenter wird's trotzdem nicht!

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