Börse Tokio
Fed schickt Aktien in Asien in die Tiefe

Der Nikkei-Index fällt rund 2,5 Prozent. Grund ist die US-Notenbank, die ihre monatlichen Konjunkturhilfen zurückschraubt und damit die Geldpolitik etwas anzieht. Industrie-Daten aus China belasten zusätzlich.
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TokioDie weitere Eindämmung der Geldflut in den USA hat am Donnerstag schwer auf den Aktienmärkten in Asien gelastet. Insbesondere den Nikkei traf es hart: Hier wirkten sich noch zusätzlich der Rückgang eines Einkaufsmanager-Indexes in China und ein starker Yen negativ aus.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,5 Prozent tiefer bei 15.007 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 2,6 Prozent auf 1224 Punkte. Die Börse in Shanghai verlor 0,6 Prozent, der Hang Seng 0,5 Prozent.

Die US-Notenbank Fed verringerte am Mittwoch auf der letzten Zinssitzung unter Ben Bernanke die monatliche Dosis der Geldspritzen um zehn auf 65 Milliarden Dollar. Zwar war der Schritt allgemein erwartet worden. Experten erklärten jedoch, am Markt sei man enttäuscht darüber, dass die Fed nicht auf die Folgen für die Schwellenländer eingegangen sei. "Über die machen sich die meisten Investoren jetzt Sorgen", sagte Kenji Shiomura von Daiwa Securities. Die straffere Geldpolitik löst eine Kapitalflucht aus Schwellenländern aus, da die USA für Anleger attraktiver werden.

Der Einkaufsmanagerindex von Markit und HSBC fiel nach endgültigen Berechnungen im Januar auf 49,5 von 50,5 im Dezember. Vorläufig hatte der Januar-Wert bei 49,6 gelegen. Zwar betonten Analysten, dass die vorläufigen und endgültigen Werte sich kaum unterscheiden und dass die Daten ohnehin durch das chinesische Neujahrsfest verzerrt werden. Der Markt nahm die Zahlen jedoch trotzdem mit Unmut auf.

Bei den Einzelwerten in Tokio verloren exportorientierte Werte wie Toyota und Sony deutlich mit jeweils etwa 2,3 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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