Börse Tokio
Finanzwerte ziehen den Nikkei ins Plus

Deutliche Kursgewinne bei Bankaktien und Papieren aus dem Immobiliensektor haben dem japanischen Leitindex Nikkei ein moderates Plus beschert. Dagegen setzt sich die Talfahrt im Autosektor fort. Die Aktien der führenden Hersteller Toyota und Honda gaben erneut deutlich nach.

HB TOKIO. Gewinne im Finanzsektor, weitere Verluste bei Autoaktien: An der japanischen Börse waren die Rollen am Donnerstag klar verteilt. Weil sie Gewinner und Verlierer in etwa die Waage hielten, trat der Nikkei-225-Index lange auf der Stelle. Zum Handelsschluss schaffte der japanische Leitindex aber dann doch ein Plus von 0,6 Prozent auf 8 667 Punkte.

Gebremst wurden die Anleger in Tokio von schwachen Vorgaben aus den USA. An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index 1,1 Prozent auf 8824 Punkte verloren. Vor allem Finanzwerte - am Vortag noch die großen Gewinner nach der Zinssenkung der US-Notenbank - gaben überdurchschnittlich nach.

An der japanischen Börse war das Bild umgekehrt: Finanzwerte gehörten hier zu den besten Werten. Auslöser waren wie schon am Vortag Hoffnungen auf bessere Finanzierungsbedingungen, falls die Bank of Japan der US-Notenbank folgen sollte und ihre Geldpolitik expansiver gestaltet. Die Aktien der Großbank SMFG legten gut neun Prozent zu, die Titel von Mizuho gewannen fast acht Prozent. Auch Immobilienentwickler waren wie schon am Vortag gefragt.

Im Autosektor setzte sich die Talfahrt hingegen fort. Aktien des zweitgrößten japanischen Autobauers Honda, der am Mittwoch mit einer Gewinnwarnung enttäuscht hatte, verloren erneut mehr als 3,5 Prozent. Auch die Titel des größeren Konkurrenten Toyota gaben 2,5 Prozent nach. Lediglich die Papiere von Nissan schafften gegen Handelsschluss mit dem anziehenden Gesamtmarkt den Sprung in die Gewinnzone.

Mit einem Minus von knapp drei Prozent reagierte die Aktie des Elektronikkonzerns Sanyo auf die endgültige Übernahme durch den größeren Konkurrenten Panasonic. Panasonic habe sich mit dem US-Finanzkonzern Goldman Sachs und zwei japanischen Finanzhäusern auf die Übernahme aller Aktien der Hauptanteilseigner geeinigt, berichtete die Finanzzeitung "Nikkei". Es ist die erste vollständige Übernahme eines großen japanischen Elektronikkonzerns durch einen heimischen Konkurrenten.

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