Börse Tokio: Geplatzte Griechenland-Gespräche drücken Nikkei

Börse Tokio
Geplatzte Griechenland-Gespräche drücken Nikkei

Athen ließ die Schulden-Gespräche scheitern, das bekommt auch die Tokioter Börse zu spüren. Der Nikkei sackte leicht ab. Insgesamt rechnen Anleger aber nur mit begrenzten Auswirkungen für den japanischen Markt.
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TokioDas Scheitern der Verhandlungen über weitere Hilfen für Griechenland hat am Dienstag die Aktienmärkte in Fernost belastet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 0,1 Prozent auf 17.987 Punkte, nachdem er am Tag zuvor den höchsten Stand seit fast acht Jahren erreicht hatte.

Der Markt sei bezüglich einer Einigung mit Griechenland etwas zu optimistisch gewesen, sagte Kyosuke Suzuki, Devisenexperte der Societe Generale. Daher sei das Scheitern etwas überraschend gekommen. Insgesamt rechneten Anleger aber nur mit begrenzten Auswirkungen für den japanischen Markt, selbst wenn Griechenland den Euro verlassen sollte.

Griechenland und die Finanzminister der Euro-Staaten hatten ihre Gespräche am Montag nach etwa vier Stunden abgebrochen.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte ebenfalls 0,1 Prozent tiefer. Mit minus 0,5 Prozent fielen die Verluste in Australien am höchsten aus. Eine der größten Banken des Landes hatte zuvor Investoren mit dem vorgelegten Quartalsergebnis enttäuscht und damit Anleger vergrault.

Gegen den Trend kletterten dagegen in China die Aktien auf ein Drei-Wochen-Hoch. Vor allem Immobilienfirmen waren gefragt, nachdem eine vorgelegte Statistik auf eine Stabilisierung der Häuserpreise in den großen Städten hindeutete.

Der Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen Gläubigern drückte auch den Kurs des Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,1343 Dollar bewertet, knapp einen Cent niedriger als bei seinem Höchststand am Montag. Zum Yen notierte die US-Währung bei 118,40 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9321 Franken je Dollar und 1,0572 Franken je Euro gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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