Börse Tokio: Gewinnmitnahmen belasten Nikkei-Index

Börse TokioGewinnmitnahmen belasten Nikkei-Index

Besonders Papiere von Sony und Toyota rutschen ab, der Yen hingegen hat seine Talfahrt unterbrochen - und deshalb fallen die Aktienkurse.
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TokioDie abgebremste Talfahrt des Yen hat der Börse in Tokio am Mittwoch Verluste eingebrockt. Nach der Rally des Vortags realisierten Investoren nun ihre Gewinne. Auf den übrigen Aktienmärkten in Fernost griffen Anleger dagegen weiterhin zu. Der MSCI-Index für Aktienmärkte außerhalb Japans lag 0,8 Prozent im Plus.

Vor allem Kurssteigerungen bei australischen Titeln nach der Vorlage eines Rekordergebnisses der Commonwealth Bank of Australia zogen den Index nach oben. Ein deutliches Plus verbuchte auch der Aktienmarkt in Südkorea. Die Börsen in China, Taiwan und Hongkong blieben dagegen wegen des Neujahrfests weiterhin geschlossen.

Der Nikkei fiel um 1,04 Prozent auf 11.251 Punkte. Am Tag zuvor war er noch auf den höchsten Stand seit 33 Monaten geklettert. Auf den Verkaufszetteln standen am Mittwoch vor allem Exportwerte, da der Yen seine Talfahrt nicht fortsetzte.

Papiere von Toyota gaben um 1,8 Prozent nach. Bei Sony betrug das Minus sogar mehr als fünf Prozent. Aktien des Kamera-Herstellers Olympus fielen um 2,7 Prozent, nachdem der Konzern wegen des schwachen Verkaufs von Digitalkameras seine Jahresprognose gekürzt hatte.

Weitere Impulse erhoffen sich Investoren nun aus Moskau, wo sich am Freitag und Samstag Vertreter der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer treffen. Ein wichtiges Thema sind dabei die Wechselkurse. Japan wird vorgeworfen, mit einer extrem lockeren Geldpolitik den Wert seiner Währung zu drücken.

Dadurch könnte sich das Land Wettbewerbsvorteile auf dem Weltmarkt verschaffen. Die Regierung in Tokio verweist dagegen auf den Kampf gegen die Deflation. Die Talfahrt des Yen aufgrund der geöffneten Geldschleusen hat in den vergangenen Wochen die Rally an der Tokioter Börse befeuert.

Am Donnerstag endet ein zweitägiges Treffen der Bank of Japan, von dem allerdings keine weitere geldpolitische Lockerung erwartet wird. Allerdings erhoffen sich Marktteilnehmer weitere Schritte nach dem im kommenden Monat anstehenden Führungswechsel an der Spitze der Notenbank.

"Bisher wurde der Yen durch Erwartungen auf eine mutige Geldpolitik geschwächt, ab jetzt muss Japan die Politik umsetzen, um solche Erwartungen zu rechtfertigen", sagte der für Japan zuständige Chef-Volkswirt Naohiko Baba von Goldman Sachs.

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