Börse Tokio
Höchster Schlussstand in drei Wochen

Die Börse in Tokio macht den zweiten Tag in Folge Gewinne und schließt so gut wie in drei Wochen nicht mehr. Zulegen können Unternehmen aus der Automobilbranche. Die Aktien von Sony geben nach.
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TokioPositive Konjunkturdaten aus den USA und China haben den Börsen in Fernost am Freitag zu Gewinnen verholfen. In Tokio kletterte der Nikkei-Index auf den höchsten Stand seit drei Wochen. Er legte knapp 0,9 Prozent zu auf 14.462 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktienmärkte außerhalb Japans notierte 0,2 Prozent fester. Der Militärputsch in Thailand spielte eine untergeordnete Rolle. Dieser sei nach Verhängung des Kriegsrechts wenige Tage zuvor nicht "vollkommen unerwartet" gekommen, hieß es in einer Mitteilung der Credit Agricole an ihre Kunden. Der thailändische Leitindex SET notierte 1,5 Prozent schwächer.

Insgesamt aber überwog in Asien die positive Stimmungslage. Zum einen wirkten noch am Vortag veröffentlichte Daten zur chinesischen Industrie nach. Diese ist im Mai zwar erneut geschrumpft, hat aber das beste Ergebnis seit fünf Monaten erreicht. Der vorläufige Einkaufsmanager-Index von HSBC stieg auf 49,7 Punkte nach 48,1 Punkten im Vormonat. Dies wurde als Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung gedeutet. Zum anderen gab es positive Nachrichten vom Häusermarkt in den USA. Dort wurden im April mehr bestehende Eigenheime verkauft.

Zugleich hielten sich Anleger aber auch zurück angesichts der anstehenden Wahl im Krisenstaat Ukraine sowie dem ungewissen Ausgang der am Sonntag endenden Europawahl. Der Euro blieb unter Druck. Er tendierte mit 1,3646 Dollar im Bereich des tiefsten Stands innerhalb eines Vierteljahres, auf den er am Mittwoch gefallen war. Eine erwartete Lockerung der EZB-Geldpolitik im Juni belasteten die Gemeinschaftswährung

Unter den Einzelwerten gaben Sony 2,4 Prozent nach. Firmenchef Kazuo Hirai hatte in einer Telefonkonferenz Investoren offenbar nicht von seinen Plänen zum Konzernumbau überzeugen können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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