Börse Tokio: Hoffnung auf Griechenland-Hilfe treibt Nikkei an

Börse Tokio
Hoffnung auf Griechenland-Hilfe treibt Nikkei an

Gefragt sind an der Börse in Japan vor allem Aktien von Unternehmen, die einen starken Teil ihres Geschäfts in der Euro-Zone machen. Der Kurs von Toyota klettert mehr als drei Prozent.
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TokioDie Aktienmärkte in Fernost sind am Montag uneinheitlich in die neue Woche gestartet. In Japan und Taiwan stiegen die Kurse, während in Südkorea und China Verluste verbucht wurden. Händler nannten als Grund für die Gewinne die Hoffnung, dass sich die europäischen Finanzminister auf ihrem Treffen im Laufe des Tages auf Hilfen für das schuldengeplagte Griechenland einigen dürften. Gefragt waren vor allem Aktien von japanischen Unternehmen, die einen großen Teil ihres Geschäfts in der Euro-Zone machen. Einen Dämpfer erhielt der Europa-Optimismus allerdings durch die Regionalwahlen in Katalonien, wo eine Abspaltung von Spanien weiter Thema ist.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,2 Prozent im Plus bei 9388 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,4 Prozent auf 779 Punkte. Auch an den Aktienmärkten in Singapur und vor allem in Taiwan gingen die Kurse nach oben, während es in Seoul sowie in Hongkong und Shanghai um bis zu 0,4 Prozent abwärtsging.

Die Wahl in Katalonien wirkte sich auch auf den Kurs des Euro aus: Die Gemeinschaftswährung gab 0,2 Prozent auf 1,2954 Dollar nach. Obwohl in Katalonien die für die Unabhängigkeit der Region eintretende Regierungspartei erhebliche Stimmenverluste erlitt, blieb sie doch stärkste Kraft. Die separatistischen Tendenzen in der wirtschaftlich starken Region rund um Barcelona schürten bei den Anlegern Sorgen, dass das an den Finanzmärkten unter Beobachtung stehende Spanien von seinem Konsolidierungskurs abkommen könnte.

Neben der Aussicht auf Linderung der Finanznot in Griechenland kam auch ein schwächerer Yen den japanischen Exportwerten zugute. So verteuerten sich Toyota -Papiere um 1,7 Prozent, der Mazda -Kurs stieg um 0,6 Prozent und Canon -Aktien legten 0,2 Prozent zu. Auf den Yen drückte die Erwartung der Marktteilnehmer, dass die Notenbank bei der Lockerung der Geldpolitik noch einmal deutlich nachlegen wird.

Um satte 16 Prozent stiegen die Aktien von Renesas. Grund war ein Bericht der Zeitung "Nikkei", wonach die Hauptaktionäre des ums Überleben kämpfenden Chipkonzerns einem Rettungspaket durch einen Staatsfonds und mehrere andere Unternehmen zugestimmt haben.

 

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