Börse Tokio
Hoffnung auf Obama stützt den Nikkei

Kurz vor dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten machen sich an den Börsen vorsichtige Hoffnungen breit. In Tokio sorgte die Aussicht auf ein massives Konjunkturprogramm Obamas zum Wochenauftakt für steigende Kurse. Aktien von Versicherungskonzernen profitieren zudem von neu aufkeimenden Fusionsspekulationen.

HB TOKIO. Der japanische Aktienmarkt ist mit leichten Gewinnen in die Woche gestartet. Der Nikkei-225-Index legte 0,3 Prozent auf 8 256 Punkte zu. Neben positiven Vorgaben der Wall Street vom Freitag stützte eine Abschwächung der Landeswährung Yen die Kurse.

Wie schon in New York, wo der Dow Jones Index zum Wochenausklang 0,8 Prozent zugelegt hatte, begründeten Experten die positivere Stimmung mit der bevorstehenden Vereidigung von Barack Obama: "Der Fokus liegt nun auf der Amtseinführung des US-Präsidenten", sagte Börsenexperte Takahiko Murai von Nozomi Securities. "Die Hoffnungen wachsen wieder, dass die Konjunkturmaßnahmen größer ausfallen könnten als bislang angenommen und möglicherweise zusätzliche Mittel zur Stärkung der Banken beinhalten."

Aus dem Umfeld Obamas und von der britischen Regierung gab es am Wochenende Signale, dass dringend benötigte zusätzliche Initiativen zur Lösung der globalen Kreditklemme schon bald präsentiert würden.

Zu den größten Gewinnern in Tokio gehörten Exporteure, die von einer schnellen Erholung der US-Konjunktur besonders profitieren würden. Die Aktien des Autobauers Honda legten fast vier Prozent zu. Die Titel von Toshiba schnellten sogar mehr fast sieben Prozent in die Höhe. Einem Zeitungsbericht zufolge hat der Elektronikkonzern einen Auftrag zum Bau von zwei Atomkraftwerksblöcken in den USA im Volumen von bis zu umgerechnet 6,6 Mrd. Euro an Land gezogen.

Allerdings zogen sich die Gewinne nicht durch alle Branchen. Während die Aktien von Versicherungskonzernen wie Aioi oder Mitsui Sumitomo Insurance Group aufgrund erneut aufkommender Berichte über eine Megafusion in den Sektor zulegten, gaben die Titel der japanischen Großbanken nach. Auch Aktien von Fluggesellschaften und Stromerzeugern gehörten zu den schwächeren Werten an der Tokioter Börse.

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