Börse Tokio
Investoren nehmen Gewinne mit

In Japan geht ein langes Wochenende vorüber. An der Börse kommt der Handel erst langsam wieder in Bewegung. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann zunächst leicht und gab dann nach.
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TokioInvestoren in Asien haben am Dienstag nach der Euphorie über die dritte Geldspritze der US-Notenbank in der vergangenen Woche Gewinne eingestrichen. Mit Sorge schauten die Anleger aber zugleich auf China, wo die anti-japanischen Proteste wegen des Streits um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer anhalten. Japanische Konzerne haben deshalb hunderte Geschäfte und Fabrikanlagen in der Volksrepublik vorübergehend geschlossen. Unternehmen orderten Mitarbeiter aus Sorge um deren Sicherheit nach Japan zurück. Die Ratingagentur Fitch warnte vor einer drohenden Verschlechterung der Kreditwürdigkeit einiger japanischer Auto- und Technologiefirmen.

Nach einem verlängerten Wochenende schloss in Tokio der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent tiefer bei 9123 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index widersetzte sich dagegen dem Abwärtssog und schloss 0,2 Prozent höher bei 758 Zählern. Für positive Impulse sorgte etwa ein schwächerer Yen, der Hoffnung auf bessere Exportbedingungen machte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag rund 0,5 Prozent im Minus. Gewinnmitnahmen drückten die Kurse an den Börsen in Singapur, Taiwan, Shanghai und Hongkong. In Australien belastete die Sorge um das Wachstum in China die Stimmung.

Die größten Kursabschläge verbuchten in Tokio Konzerne, die wegen der anti-japanischen Proteste ihre Geschäfte oder Werkstore in China geschlossen hielten. Nissan -Papiere gaben fünf Prozent nach, nachdem der Autohersteller am Vortag einen zweitägigen Produktionsstopp verkündet hatte. Die Aktien des japanischen Einzelhändlers Fast Retailing brachen sogar um fast sieben Prozent ein, weil die Gruppe ankündigte, noch mehr Filialen aus Angst vor weiteren Protesten vorübergehend zu schließen. Auf der Verkaufsliste standen auch Papiere von Toyota, Honda Motor und dem Baumaschinenhersteller Komatsu Ltd sowie von Hitachi Construction Machinery Co Ltd, die stark in China engagiert sind.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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