Börse Tokio
Investoren warten auf Signale zum EU-Gipfel

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Freitag mit leichten Verlusten geschlossen. Im Rampenlicht stand ein affärengeplagter Kamerahersteller. Auch die anderen asiatischen Börsen verharren in Wartestellung.
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TokioKurz vor dem EU-Gipfel zur Schuldenkrise am Wochenende hat sich der Tokioter Aktienmarkt am Freitag kaum verändert gezeigt. Investoren warteten auf Signale der Staats- und Regierungschefs, wie die Krise bekämpft werden soll. Allerdings soll nun erst kommende Woche eine Einigung in offenen Fragen bei der Lösung der Schuldenkrise erzielt werden, wie die Regierungen Frankreichs und Deutschlands am Donnerstagabend in einer gemeinsamen Erklärung ankündigten. Der Euro legte trotz der Verzögerung leicht zu.

In Tokio ging der Nikkei-Index unverändert bei 8.678 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix gab um 0,2 Prozent auf 744 Stellen nach. Die Aktienmärkten in Hongkong , Singapur , Taiwan und Südkorea legten etwas zu. Die Börsen in Shanghai und Australien verzeichneten dagegen leichte Verluste.
Das Handelsvolumen fiel kurz vor dem europäischen Gipfeltreffen gering aus. Hiroichi Nishi von SMBC Nikko Securities sagte, größere Bewegungen seien für die Märkte schwierig, bis die Pläne in Europa Gestalt annähmen. Ursprünglich hatten Anleger in Fernost mit einer Lösung zum Wochenende gerechnet.

Bei den Einzelwerten stand erneut der affärengeplagte Kamerahersteller Olympus im Interesse der Anleger. Die wichtigsten Aktionäre des Unternehmens verlangen eine Erklärung zu Zahlungen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar, die in dieser Woche von dem entlassenen Firmenchef Michael Woodford offengelegt wurden. Die Aktie brach um 6,8 Prozent ein. Ein Prozent ging es dagegen für den Autohersteller Mitsubishi Motors aufwärts. Nach einem Bericht der Zeitung „Nikkei“ liegt das operative Ergebnis für den Zeitraum April bis September deutlich höher als von dem Unternehmen bislang erwartet.

Zuvor hatte die Hoffnung auf Bewegung in der Schuldenkrise die Wall Street etwas gestützt. Die Regierungen Frankreichs und Deutschlands hatten am Donnerstagabend in einer gemeinsamen Erklärung eine Einigung bis Mittwoch in Aussicht gestellt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 11.541Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,5 Prozent zu auf 1215 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,2 Prozent auf 2.598 Punkte.

Bei den Devisen legte der Euro in Fernost zum Dollar leicht zu. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1.3786 Dollar bewertet nach 1.3731 Dollar im späten US-Handel am Vortag. Der Schweizer Franken notierte bei 0,8882 je Dollar und 1,2255 Franken je Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ich dachte, der Gipfel fällt aus??

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