Börse Tokio
Japanbörsen schaffen es erneut ins Plus

Wie bereits am Mittwoch verbucht die Börse in Tokio Gewinne. Vor allem die Erholung an den Märkten in Europa und den USA spielt dabei eine Rolle: Tokio ist wieder zuversichtlich für den Euro.
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TokioDie Hoffnung auf eine Entspannung in der europäischen Schuldenkrise hat der Tokioter Börse Auftrieb verliehen. Auch positive US-Vorgaben stützten am Donnerstag den Markt. Allerdings hielt die anhaltende Sorge über die Entwicklung der US-Wirtschaft die Gewinne in Grenzen. Zudem zeigten sich viele Anleger abwartend und hofften auf neue Signale zur Wirtschafts- und Geldpolitik in den USA und in Europa. Mit Spannung erwartet wurden Etwa die Zinsentscheidung der EZB, eine Stellungnahme von US-Notenbankchef Ben Bernanke zur amerikanischen Wirtschaft und eine Rede von US-Präsident Barack Obama, bei der er seine Pläne zum Kampf gegen die Krise am Arbeitsmarkt vorstellen sollte.

In Tokio kletterte der Nikkei-Index der 225 führenden Werte um 0,3 Prozent auf 8793 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index stieg 0,5 Prozent auf 757 Punkte. Auch die Märkte in Taiwan , Seoul und Australien legten zu. Dagegen notierten die Indizes in Shanghai , Hongkong und Singapur im Minus. Der Euro lag im fernöstlichen Handel wenig verändert bei 1,4072 Dollar nach einem New Yorker Schlusskurs von 1,4093 Dollar.

Analysten zufolge waren die beiden wichtigsten Einflüsse auf den Aktienhandel in Tokio die Sorgen wegen der Schuldenkrise im Euro-Raum und um die Entwicklung der US-Wirtschaft. Der Markt werde „wohl weiter zu dieser Musik tanzen“, sagte Kim Hyung Ryol von Kyobo Securities.

Auch unerwartet schwache japanische Industrieaufträge lasteten auf den Kursen. Experten hielten ihre Auswirkungen aber für begrenzt. „Die japanischen Daten sind zwar enttäuschend, aber die meisten japanischen Aktien reagieren weniger empfindlich auf einheimische Trends als auf wirtschaftliche Signale von Übersee und der Aktivität ausländischer Investoren,“ sagte Mitsushige Akino von Ichiyoshi Investment Management.

Einzelwerte der Branche litten trotzdem. Die Aktien des Roboterbauers Fanuc fielen um 3,4 Prozent. Auch die Titel des Baumaschinenherstellers Komatsu gaben um 1,9 Prozent nach. Dagegen konnte der weltgrößte Hersteller von Wafer für die Chipindustrie, Sumco , um 2,6 Prozent zulegen. Credit Suisse hatte die Prognose für das Unternehmen erhöht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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