Börse Tokio
Japanische Aktienkurse brechen ein

Der Nikkei-Index verlor mehr als zwei Prozent, weil der Yen wieder stärker geworden ist. Auch andere Asien-Börsen rutschten ins Minus. Zu den Verlierern gehörten Aktien wie Canon.
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TokioTrotz der guten Vorgaben aus den USA haben die asiatischen Aktienmärkte am Freitag deutlich schwächer tendiert. Vor allem japanische Exporteure zählten zu den Verlierern. Händler erklärten, Anleger hätten sich wegen des jüngsten Kursanstiegs des Yen zum Dollar von ihren Aktien getrennt. Die Investoren wollten auch die nächste Woche abwarten, in der noch sehr viele Unternehmenszahlen zur Veröffentlichung anstehen.

In Tokio schloss der Nikkei-Index rund 2,8 Prozent tiefer bei 14.088 Punkten, der breiter angelegte Topix verlor rund 2,1 Prozent auf 1178 Zähler. Der MSCI-Aktien-Index für die asiatisch-pazifischen Börsen ohne Japan gab rund 0,4 Prozent ab.

Zu den Verlierern bei den Einzelwerten zählten in Tokio die Aktien von Canon mit einem Abschlag von 1,6 Prozent. Aufgrund des schwächelnden Geschäfts mit Profi-Kameras muss der Konzern kleinere Brötchen backen. Der weltgrößte Fotoapparate-Hersteller leidet unter der Zurückhaltung der Kunden und kürzte daher seine Gewinnprognose.

Auch andere Exporteure befanden sich auf der Verliererseite: Der Aktienkurs des Autobauers Toyota gab rund 2,1 Prozent ab. Die Papiere des Konkurrenten Honda verloren 1,2 Prozent an Wert und von Nissan Motor 1,1 Prozent.

Das brummende Geschäft mit Speicherchips hat dem südkoreanischen Elektronikriesen Samsung Electronics zu einem Gewinnanstieg im dritten Quartal verholfen. Das Betriebsergebnis kletterte binnen Jahresfrist um 26 Prozent auf umgerechnet sieben Milliarden Euro, wie der Apple-Konkurrent am Freitag mitteilte.

In der Chip-Sparte verdoppelte sich der Überschuss auf 1,4 Milliarden Euro. Dagegen beginne das bislang ertragreiche Geschäft mit Smartphones wegen des zunehmenden Wettbewerbs sich zum Jahresende hin abzuschwächen, warnte der Elektronikkonzern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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