Börse Tokio
Japanische Aktienkurse steigen leicht

Der Elektronikkonzern Panasonic legt ein Sparprogramm auf. Die Schuldenkrise in Europa hat den Euro in Fernost nahe eines Zwei-Jahres-Tiefs gehalten. China und Japan wollen ihre Währungen direkt handeln.
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TokioAnhaltende Sorgen über die Schuldenkrise in Europa haben am Dienstag auf die Stimmung an der Tokioter Börse gedrückt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf um 0,22 Prozent tiefer bei 8574 Punkten, schaffte es jedoch nachmittags mit einem Zuwachs von 0,5 Prozent in die Pluszone. Der breiter gefasste Topix-Index sank anfangs um 0,25 Prozent auf 719 Punkte.

"Im Moment machen sich die Investoren mehr Sorgen über die nächsten Schritte Spaniens als über die Frage, ob Griechenland den Euro behält oder nicht", sagte Ryota Sakagami von SMBC Nikko Securities. Bei den Einzelwerten lag insbesondere Renesas Electronics im Fokus. Der defizitäre Chiphersteller verlor 13,5 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,2519 Dollar bewertet nach einem Hoch in Fernost von 1,2625 am Vortag. In der Woche zuvor hatte die Gemeinschaftswährung mit 1,2495 Dollar den tiefsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Der Dollar wurde am Dienstag mit 79,55 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,2017 und zum Dollar mit 0,9595. In den USA fand am Montag wegen eines Feiertags kein Handel statt.

Der japanische Elektronik-Konzern Panasonic wird einer Zeitung zufolge als Teil seines Sparprogramms etwa die Hälfte der Stellen in seiner Konzernzentrale streichen. Wie "Nikkei" am Dienstag berichtete, sollen die 7000 Arbeitsplätze durch Vorruhestandsreglungen und die Verlegung an andere Orte um 3000 bis 4000 reduziert werden. Eine Panasonic-Sprecherin sagte, die Entscheidung über den Abbau von Arbeitsplätzen sei noch nicht getroffen worden. An der Tokioter Börse stiegen die Aktien des Konzerns um bis zu drei Prozent in einem negativen Umfeld.

Im Bemühen um eine stärkere internationale Rolle des Yuan ist China einen kleinen Schritt vorangekommen. Ab dem 1. Juni sollen die chinesische und die japanische Währung direkt gegeneinander gehandelt werden, wie die beiden größten Volkswirtschaften Asiens am Dienstag mitteilten. Bislang wurde der Wechselkurs von Yuan zu Yen mittels des Dollars berechnet. Dieser Schritt fällt nun weg. Beide Länder versprechen sich dadurch ein höheres Transaktionsaufkommen und geringere Kosten. Das Abkommen sei Teil von Chinas Strategie, sich von der Weltleitwährung Dollar abzukoppeln, sagte Handelsstratege Dariusz Kowlczyk von Credit Agricole CIB.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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