Börse Tokio
Japans Märkte auf Erholungskurs

Dank einer guten Vorgabe aus den USA haben sich die Börsianer in Tokio beruhigt. Der Nikkei schließt deutlich im Plus. Sony gehörte zu den größten Gewinnern.
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TokioDie schwindende Furcht vor einem baldigen Ende der lockeren US-Geldpolitik hat am Freitag für eine Erholung an der Tokioter Börse gesorgt. Amerikanische Konjunkturdaten waren nicht so stark ausgefallen wie erwartet.

So stieg das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft im ersten Quartal im Jahresvergleich um 2,4 Prozent und damit geringer als erhofft. Auch die Entwicklung am Arbeits- und am Immobilienmarkt blieb hinter den Erwartungen zurück. Dies werteten Investoren als Signal, dass die US-Notenbank ihre Politik des billigen Geldes fortsetzen wird. An anderen asiatischen Handelsplätzen gab es ein gemischtes Bild.

In Tokio nutzten Schnäppchenjäger nach dem Kursrutsch von mehr als fünf Prozent am Vortag günstige Gelegenheiten, wieder Aktien zu kaufen. "Das ist kein Bärenmarkt, sondern nur eine Korrektur", sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities.

Der Leitindex stieg um 1,4 Prozent auf 13.774 Punkte. Aus dem Mai verabschiedete er sich dennoch zum ersten Mal seit zehn Monaten mit einem Verlust. Er betrug 0,6 Prozent. Ohne die Kursabschläge hätte es beim Nikkei die längste Hausse seit 1972 gegeben. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik unter Ausschluss Japans fiel um 0,35 Prozent. Er war am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gefallen. Die anderen wichtigsten Börsen in Fernost lagen im Minus oder notierten nur leicht im Plus.

Der Yen zeigte sich im Vergleich zum New Yorker Handel am Donnerstagabend fast unverändert. Dennoch konnten Exportunternehmen zulegen. So stiegen Papiere des Roboterherstellers Fanuc um 4,3 Prozent.

Bei Sony betrug der Zuwachs 2,1 Prozent. Der Elektronikkonzern konnte auch von einem CNBC-Bericht profitieren, nach dem Morgan Stanley und Citigroup beauftragt wurden, eine von einem Hedgefonds geforderte Abspaltung der Unterhaltungssparte zu prüfen. Dazu gehört ein Hollywood-Filmstudio und ein Plattenlabel, das Stars wie Alicia Keys oder Paul Simon unter Vertrag hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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