Börse Tokio
Japans Notenbank drückt Börse ins Minus

Nach der Sitzung der japanischen Notenbank hat die Tokioter Börse mit Kursverlusten auf die skeptischen Äußerungen zur Konjunktur reagiert. Der Nikkei-Index schloss knapp 0,7 Prozent schwächer bei 15.783 Punkten.
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TokioDer japanische Aktienmarkt hat mit Kursverlusten auf skeptische Äußerungen der Notenbank zur Konjunktur reagiert. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss am Dienstag knapp 0,7 Prozent schwächer bei 15.783 Punkten. Zentralbank-Chef Haruhiko Kuroda erklärte, grundsätzlich bewertete er die wirtschaftliche Entwicklung zwar optimistisch. Er verwies aber zugleich darauf, dass die Mehrwertsteuererhöhung im April sich immer noch belastend auswirke. Zur Produktion gab die Bank von Japan eine etwas gedämpftere Einschätzung ab. Zugleich bekräftigte sie ihren äußerst lockeren geldpolitischen Kurs.

Weil sie keine zusätzlichen Schritte einleitete, büßten in Tokio insbesondere Banken- und Immobilienwerte ein. Gegen den Trend verteuerten sich die Aktien des Pharmaunternehmens Fujifilm Holdings. Sie stiegen nach einer erfolgreichen Behandlung einer französischen Ebola-Patientin mit dem Grippemittel des Konzerns um 2,7 Prozent.

Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans stieg um 0,3 Prozent. Die Börse in Hongkong legte den dritten Tag in Folge zu. Investoren zeigten sich erleichtert, dass die Proteste der Demokratiebewegung nach dem Einlenken der Demonstranten nicht erneut eskalierten.

Am Devisenmarkt büßte der Euro zur US-Währung 0,2 Prozent an Wert ein, nachdem die deutsche Industrie im August den stärksten Auftragsrückgang seit fünfeinhalb Jahren verbucht hatte. Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,2623 Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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