Börse Tokio
Japans Wachstum stärkt die asiatischen Märkte

An den Aktienmärkten in Asien ist die Sorge um eine Eskalation der Euro-Schuldenkrise am Donnerstag in den Hintergrund getreten. Dank guter Konjunkturdaten aus Japan haben sich die Börsen wieder leicht erholt.
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TokioDie Rückkehr Japans auf den Wachstumspfad hat Asiens Aktienmärkten am Donnerstag zu einer leichten Erholung verholfen. Dank ausgabenfreudiger Verbraucher und anziehender Exporte wuchs die japanische Wirtschaft zu Jahresbeginn um ein Prozent. Das drängte Sorgen vor einer Eskalation der Euro-Schuldenkrise in den Hintergrund und veranlasste Händler nach den jüngsten Verlusten wieder zuzugreifen. Auch Euro und Gold legten wieder zu, nachdem sie tags zuvor aus Angst vor einem Austritt Griechenlands aus der europäischen Gemeinschaftswährung noch deutlich nachgegeben hatten.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 0,9 Prozent auf 8.876 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index ging mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 747 Punkte aus dem Handel. Auch an anderen wichtigen Handelsplätzen der Region ging es aufwärts. Der MSCI-Index für Aktien der Asien-Pazifik-Region mit Ausnahme Japans legte 0,8 Prozent zu. In Shanghai, Seoul und Taiwan stiegen die Börsenbarometer ebenfalls. Die Börse in Australien trat auf der Stelle.

In Schach hielt den Aufwärtstrend jedoch die Nachricht, dass die EZB die direkte Refinanzierung mehrerer griechischer Banken gestoppt hat. Zudem wird eine leichte Beruhigung der Lage in Griechenland und damit der Euro-Zone frühestens nach den Neuwahlen am 17. Juni erwartet.

Gefragt waren Anteilsscheine von Toshiba. Japans größter Chiphersteller legte einen neuen Geschäftsplan vor, der die Investoren überzeugte. So soll der operative Gewinn bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014/15 auf umgerechnet 4,7 Milliarden Euro steigen. Zudem stoppte Toshiba angesichts sinkender Preise die heimische Produktion von LCD-Fernsehern. Die Aktie kletterte um 5,6 Prozent.

In Südkorea litt Samsung weiter unter einem Zeitungsbericht, demzufolge Apple einen Chip-Großauftrag an den insolventen japanischen Rivalen Elpida vergeben hat. Die Aktien des Elektronikriesen gaben 0,6 Prozent nach, nachdem sie am Vortag mehr als sechs Prozent Federn gelassen hatten, was den Börsenwert um zehn Milliarden Dollar schmälerte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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