Börse Tokio
Konjunkturdaten bedrücken Anleger in Japan

Die Entscheidung der japanischen Notenbank hallt am Freitag an der Börse in Tokio nach. Auch Daten zur Teuerungsrate und zum Arbeitsmarkt drücken die Stimmung. Ein Toilettenhersteller macht Anlegern aber Freude.
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TokioDie japanische Notenbank hält einen weiteren Eingriff in die Geldpolitik nicht für notwendig - diese Nachricht schlägt sich in der Stimmung an der Börse in Tokio nieder. Hinzu kamen enttäuschende Konjunkturdaten.

Der Nikkei der 225 führenden Werte sank im Vormittagshandel um 0,4 Prozent auf 19.437 Punkte. Der breiter gefasste Topix verlor 0,8 Prozent auf 1580 Zähler. Händler sagten, dass sich viele Börsianer vor der "Goldenen Woche" (große Feiertagsserie) von ihren Aktien getrennt hätten. Die japanischen Märkte bleiben vom kommenden Montag an bis einschließlich Mittwoch geschlossen.

Auch Unternehmensnachrichten bekamen Aufmerksamkeit. Sony sank um 1,1 Prozent. Das Unternehmen hatte die Anleger damit enttäuscht, dass es seine Gewinnprognose verfehlt hatte. Der Toilettenhersteller Toto hingegen kletterte um 6,4 Prozent, nachdem er sein Dividendenziel angehoben hatte.

Die Anleger schauten zudem auf Konjunkturdaten. So hat in Japan die Teuerung im März leicht zugenommen. Unter Herausrechnung der Einflüsse aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer im vergangenen Jahr lag die Inflationsrate - ohne Energie und Lebensmittel - bei 0,2 Prozent, wie die Regierung am Freitag in Tokio mitteilte.

Über Jahre hinweg lähmte eine Deflation die Konjunktur der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft nach den USA und China. Trotz der Geldschwemme der Notenbank ist die Inflationsrate noch immer nicht nahe der Zielmarke: Die Preise hatten im Februar stagniert, wenn man die Effekte der Mehrwertsteuererhöhung vom April 2014 herausrechnet. Damit wurde der seit Mai 2013 anhaltende Anstieg gestoppt.

Der Jobmarkt blieb stabil. Die Arbeitslosenrate fiel im März auf 3,4 Prozent von 3,5 Prozent im Februar. Analysten hatten im Durchschnitt 3,5 Prozent erwartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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