Börse Tokio
Konjunktursorgen dämpfen Kauflust in Fernost

Die schlechte Gewinnprognose von Caterpillar drückt auf die Stimmung in Asien. Vor allem Aktien von japanischen Baumaschinenherstellern geraten in einen Abwärtssog.
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TokioDie Aussicht auf einen weltweiten Konjunkturabschwung hat am Dienstag die Aktienmärkte in Asien belastet. Neben dem schwachen Ifo-Index aus Deutschland drückte vor allem der gesenkte Gewinn-Ausblick des weltgrößten Baumaschinenherstellers Caterpillar auf die Stimmung. Während die Kurse in den meisten asiatischen Ländern nachgaben, verbuchten die Börsen in Japan ein leichtes Plus. Hier sei die Aussicht auf Abschlagsdividenden bei insgesamt recht schwachem Handel maßgeblich gewesen, sagten Händler.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,25 Prozent fester bei 9091 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg 0,53 Prozent auf 757 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag 0,2 Prozent im Minus. Die größten Abschläge verbuchten die Märkte in Südkorea und Taiwan. Konjunktursorgen in Deutschland hatten zum Wochenbeginn bereits an der Wall Street Spuren hinterlassen.

Der fünfte Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex' in Folge machte den Investoren deutlich, dass sich die Unternehmen in der größten europäischen Volkswirtschaft schwerer als erwartet tun, die Folgen der Euro-Schuldenkrise zu verdauen.

Eine nur schleppende globale Konjunkturerholung nannte auch der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar als Grund für seine Gewinnwarnung. Zudem stünden die Preise für Rohstoffe an den Weltmärkten weiter unter Druck, was etwa Minengesellschaften bei großen Investitionsvorhaben zurückhaltender mache. Das als Barometer für die weltwirtschaftliche Entwicklung geltende Unternehmen rechnet für 2015 daher nur noch mit einem Ergebnis pro Aktie von zwölf bis 18 Dollar, statt wie bislang von 15 bis 20 Dollar.

In Tokio gaben daraufhin die Aktien des japanischen Baumaschinenherstellers und Caterpillar-Rivalen Komatsu nach und schlossen rund ein Prozent im Minus. Die Papiere des Industrieroboter-Herstellers Fanuc büßten mehr als drei Prozent ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Annika Reinert
Petrina Engelke
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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