Börse Tokio
Kräftige Gewinne zum Handelsbeginn in Japan

Aufwärts! Diesem Signal aus Frankfurt und New York folgt die Börse in Tokio. Zum Handelsbeginn am Mittwoch verzeichnen Nikkei und Topix kräftige Gewinne. Ein Einzelwert wendet sogar eine schlechte Nachricht ins Gute.
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TokioDie Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank hat der Tokioter Börse am Mittwoch zu Gewinnen verholfen. Die EZB erwägt nach Reuters-Informationen, im Kampf gegen die Konjunkturschwäche Unternehmensanleihen zu kaufen. Möglicherweise beschäftigt sich der EZB-Rat Anfang Dezember damit.

Der Nikkei war unter anderem wegen der Furcht vor einer Rezession in der Euro-Zone seit Anfang Oktober um sieben Prozent gefallen. Toru Ibayashi von der Vermögensverwaltung der UBS sagte nun, die Investoren hätten dabei schon den schlimmsten Fall eingepreist. Er erwarte eine Erholung des Nikkei in den kommenden Wochen, auch weil japanische Unternehmen mehr Geld verdienten

"Die Kurse in Japan sind oft aus Sorge vor einer weltweiten Verlangsamung des Wachstungs gefallen", sagte Hiroichi Nishi von SMBC Nikko Securities der Nachrichtenagentur Bloomberg in Tokio. "Wenn diese Sorgen nachlassen, wirkt sich das positiv auf die japanischen Börsen aus."

Der Nikkei stieg im Mittagshandel um 1,7 Prozent auf 15.057 Punkte. Der breiter aufgestellte Topix legte um 1,8 Prozent auf 1227 Zähler zu.

Den größten Beitrag zum Anstieg im Topix leistete Toyota. Der weltgrößte Autobauer legte um 4,3 Prozent zu. Im Fokus standen zudem Papiere des Airbag-Herstellers Takata. Das Unternehmen leidet unter einer Rückrufaktion, aber die Meldung, diese werde nur "geringe" zusätzliche Kosten verursachen, kam an der Börse gut an. Takata-Aktien stiegen um 6,9 Prozent.

Bei den Einzelwerten standen zudem Apple -Zulieferer im Interesse. Der kalifornische Konzern verzeichnet nach eigenen Angaben eine große Nachfrage nach seinen neuen iPhone-Modellen. Papiere von Foster Electronic stiegen deswegen um 2,4 Prozent. Bei Japan Aviation Electronics Industry betrug das Plus fast fünf Prozent.

Am Devisenmarkt zeigte sich die japanische Währung wenig verändert: Ein Dollar wurde mit 106,90 Yen bewertet. Ein Euro kostete 1,2724 Dollar. Die Schweizer Währung wurde mit 0,9481 Franken je Dollar und 1,2067 Franken je Euro gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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