Börse Tokio
Kurse in Japan sacken weiter ab

Die Stimmung der japanischen Anleger bleibt schlecht. Der Nikkei liegt weiter unter die Marke von 13.000 Punkten. Die Investoren schauen voller Sorgen auf die US-Geldpolitik.
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TokioDie Unsicherheit über die weitere Geldpolitik in den USA hat die asiatischen Börsen auch zum Wochenausklang fest in ihrem Bann gehalten. Vor dem mit Spannung erwarteten Monatsbericht zur Entwicklung des kriselnden US-Arbeitsmarkts blieben die Anleger in Fernost am Freitag in der Defensive.

Die Zahlen sollen diesmal nicht nur Aufschluss über das Tempo der Wirtschaftserholung in den Vereinigten Staaten sondern auch Hinweise darauf liefern, wann die US-Notenbank ihre Konjunkturhilfen zurückfahren könnte. Denn das billige Notenbankgeld war der Hauptantrieb hinter der Börsenrally der vergangenen Monate, die zuletzt zu versiegen drohte.

In Tokio setzte der Leitindex Nikkei seine Talfahrt fort. Er schloss nach einem erneuten Auf und Ab 0,2 Prozent tiefer bei 12.877 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,3 Prozent auf 1056 Zähler. Spekulationen, dass die US-Arbeitsmarktdaten schlechter als erwartet ausfallen könnten, drückten den Dollar und ließen den Yen steigen.

Dies belastete vor allem Exportwerte. So verloren die Aktien des Autobauers Toyota 2,8 Prozent. Die Papiere des Rivalen Nissan gaben 3,6 Prozent nach, Honda 3,9 Prozent. Die Titel des Elektronikriesen Panasonic fielen 3,6 Prozent, die des Konkurrenten Toshiba um 3,4 Prozent. Die Verluste einzugrenzen, halfen nach Börsenschluss bestätigte Erwartungen, dass der staatliche Pensionsfonds GPIF sein Gewicht an japanischen Aktien erhöht.

Auch die übrigen Märkte in Fernost gaben nach. Die Börse in Shanghai lag 1,6 Prozent im Minus, die in Hongkong 1,4 Prozent. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,9 Prozent tiefer. Auch die Börsen in Südkorea, Singapur und Australien verbuchten Verluste. Der Markt in Taiwan trat auf der Stelle.

Die Wall Street hatte am Vorabend nach nervösem Handel im Plus geschlossen. Erst im späten Geschäft drehten die Börsenbarometer in positives Terrain, nachdem Investoren günstige Kaufgelegenheiten suchten. Der Markt gehe über von einer liquiditätsgetriebenen Rally zu einer, die auf ökonomischen Fundamentaldaten basiere, sagte Marktstratege Michael Sheldon von RDM Financial.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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