Börse Tokio
Kursgewinne in Fernost

Die Tokioter Börse baut mit Hilfe von Stahlkonzernen Rally aus. Insgesamt berichteten die Händler aber von einem Mangel an Vertrauen am Markt und verwiesen auf enttäuschende Quartalszahlen.
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TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben ihre Gewinne am Dienstag verteidigt. Investoren hofften weiterhin auf Konjunkturstützen in den USA und China, sagten Händler zur Begründung. "Die Turbulenzen in Europa treten etwas in den Hintergrund, und das hilft", sagte Analyst Michael Heffernan von Lonsec. Die Lage am Geldmarkt hatte sich am Montag für spanische und italienische Papiere etwas entspannt.

Anleger gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Versprechen, alles für die Euro-Rettung zu tun, bald einlösen wird. Der Euro hielt sich in Fernost bei rund 1,2390 Dollar, nachdem er am Montag mit 1,2444 Dollar den höchsten Stand seit einem Monat erreicht hatte.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index knapp 0,9 Prozent fester bei 8.803 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um gut ein Prozent auf 743 Zähler. Im Handelsverlauf kam es zu Unterbrechungen im Derivate-Handel, wie der Betreiber Tokyo Stock Exchange mitteilte. Auch Topix-Futures waren betroffen. Die Störung dauerte etwa ein Stunde. Nikkei-Termingeschäfte waren nicht betroffen. Der Grund für den Fehler war zunächst unklar. Im Februar hatte die Tokyo Stock Exchange bereits mit technischen Problemen zu kämpfen. Damals war auch der Aktienhandel beeinträchtigt.

In Tokio legten vor allem Stahlwerte zu. Händler nahmen einen positiven Ausblick des US-Herstellers AK Steel zum Anlass, Papiere japanischer Stahlkocher zu kaufen. Die Aktien von JFE Holdings gewannen fast fünf Prozent, die von Sumitomo Metal Industries um gut fünf Prozent. Der breit gefasste MSCI-Index für Aktien außerhalb Japans legte um 0,2 Prozent zu.

Anleger blicken nun mit Spannung auf Daten aus China, der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft, die am Donnerstag vorgelegt werden sollen. Unter anderem werden Daten zu Industrieproduktion und Teuerung erwartet. Anleger erhoffen sich davon wichtige Hinweise auf die Lage der Wirtschaft. Das Wachstum schwächt sich derzeit ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • So kann man das Platzen der Derivatebomben auch bezeichnen!! Irgendwann heisst es nur noch: "Es war alles eine große Panne!"

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