Börse Tokio
Nikkei-Anleger profitieren

Viele Aktienmärkte in Asien setzen ihre Verlustserie fort. Der mögliche Ausstieg der US-Notenbank Fed aus der ultralockern Geldpolitik belastet die Märkte. Eine Ausnahme ist der Nikkei.
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TokioAsiens Investoren halten sich angesichts eines möglichen schnelleren Ausstiegs der US-Notenbank Fed aus der ultralockeren Geldpolitik mit Aktienkäufen zurück. Die Kurse an vielen asiatischen Aktienmärkten gaben am Freitag leicht nach oder notierten auf dem Niveau des Vortages.

Immer mehr Börsianer halten es für möglich, dass die Hüter des Dollar bereits bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche über eine Drosselung der Staatsanleihenkäufe entscheiden. Allerdings wäre das wohl kaum eine große Überraschung mehr, sagte Alan Ruskin, Devisenstratege bei der Deutschen Bank in New York. Darauf weise die gedämpfte Reaktion am Markt hin, "auch wenn die Börse sich noch auf einen Termin einigen muss".

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans notierte unverändert. Die Aktienmärkte in China und Südkorea gaben nach. Die Investoren reagierten damit auf überraschend positive Daten zum US-Einzelhandel. Zusammen mit der besseren Lage am Arbeitsmarkt mehren sich die Anzeichen für eine tiefgreifende Erholung der US-Wirtschaft, zudem ist nach dem Haushaltskompromiss die Gefahr automatischer Ausgabenkürzungen mit potenziell verheerenden Auswirkungen auf die Wirtschaft verschwunden.

Das aber ermöglicht der Fed, ihre monatlichen Staatsanleihenkäufe von 85 Milliarden Dollar zu drosseln. Die Sitzung der Notenbanker steht Dienstag und Mittwoch an. Mit einer raschen Zinserhöhung wird derzeit noch nicht gerechnet. Das ultrabillige Notenbankgeld war zuletzt die wichtigste Triebfeder für die Kursanstiege an den Aktienmärkten von Schwellenländern wie Indonesien oder Indien.

In Japan legte der Nikkei 0,4 Prozent auf 15.403 Zähler zu. Grund ist der schwächere Yen. Er fiel zum Dollar auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren und trieb damit die Kurse an der Aktienbörse in die Höhe. Wenn sich die japanische Währung verbilligt, kommt das den exportabhängigen Unternehmen zugute und kurbelt deren Gewinne an. So legten die Aktien des Roboterherstellers Fanuc 1,4 Prozent zu, die Papiere des Autoherstellers Mazda gewannen zwei Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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