Börse Tokio
Nikkei beendet Mini-Rally

Belastet von einem steigenden Yen und schwachen Finanzwerten ist der japanische Nikkei-Index wieder zurückgefallen. Sorgen bereiteten insbesondere Fusionspläne aus dem Versicherungssektor. Am Markt wurden diese als Hilferuf und Ausdruck der Krise in der Branche interpretiert.

HB TOKIO. Die Erholungsbewegung am japanischen Aktienmarkt ist schon wieder vorbei. Am Donnerstag gaben die Kurse in Tokio auf breiter Front nach. Der Nikkei-Index verlor 2,4 Prozent auf 7 198 Punkte, der breiter gefasste Topix-Index fiel um drei Prozent auf 701 Punkte.

Die positiven Vorgaben von der Wall Street, wo der Dow Jones Index im späten Handel nach optimistischen Aussagen von JP-Morgan-Chef Jamie Dimon noch ein minimales Plus von 0,06 Prozent auf 6930 Punkte schaffte, halfen den Kursen in Tokio nicht auf die Sprünge. Finanzwerte gehörten hier sogar zu den größten Verlierern. Die Aktien von Mitsubishi UFJ rutschten um 3,6 Prozent ab, die Titel von Mizuho gaben 2,8 Prozent nach und die von Sumitomo Mitsui Financial Group fielen fünf Prozent.

Noch stärker rutschten einige Aktien aus dem Versicherungssektor ab. Hier schreckte ein Zeitungsbericht die Anleger auf, dem zufolge die Nummer fünf der japanischen Branche, Nipponkoa Insurance, mit der Nummer drei Sompo Japan fusionieren will. Es wäre die zweite Großfusion im Versicherungssektor binnen zwei Monaten.

Die Aktien von Nipponkoa rutschten nach dem Bericht, der aus Branchenkreisen bestätigt wurde, um zehn Prozent ab. Die Papiere von Sompo hingegen profitierten von den Fusionsplänen und legten 2,6 Prozent zu. Insgesamt interpretierten Experten die Pläne aber negativ: "Man könnte sagen, es ist positiv, da es für die Unternehmen alleine sehr schwer werden würde. In Wahrheit sind hier aber zwei schwache Firmen, die sich zusammenschließen", sagte Hideyuki Ishiguro vom Okasan Securities. "Die Fusionspläne gefallen dem Markt nicht, da es darum geht in einem schrumpfenden Markt zu überleben", stimmte Fumiyuki von SMBC Friend Securities zu.

Außerhalb des Finanzsektors belastete der wieder steigende Yen die Aktien von exportorientierten Unternehmen. Die japanische Währung gewann mehr als ein Prozent gegenüber dem Dollar. In der Folge fielen die Aktien von Honda 6,5 Prozent, die Papiere von Toyota sackten um 3,5 Prozent ab.

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