Börse Tokio
Nikkei fällt um ein Prozent zurück

Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank reagierte an der japanischen Börse die Vorsicht. Für Druck auf die Kurse sorgte Toyota - einerseits will der Autobauer den Zulieferern weniger bezahlen, andererseits muss er selbst Projekte verschieben. Sony-Aktien litten unter einem deutlichen Analystenurteil.

HB TOKIO. An der japanischen Börse in Tokio haben sich die Kurse am Dienstag den schwächeren Vorgaben von der Wall Street angeschlossen. Der Nikkei-225-Index verlor 1,12 Prozent auf 8 568 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,1 Prozent auf 828 Stellen.

Händler führten die Verluste auf Mitnahmeeffekte im Vorfeld der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank später am Dienstag zurück. "Die Investoren buchen aus, weil sie abwarten wollen, wie die Zinsentscheidung ausfällt, denn davon hängt ab, wie die Devisen sich bewegen", sagte Fumiyuki Nakanishi von SMBC Friend Securities.

Zu den größten Verlierern zählte Nippon Steel Corp, deren Aktien mehr als vier Prozent verloren. Auslöser war eine Ankündigung von Toyota, wegen der gesunkenen Autonachfrage einen Preisnachlass für Stahl um 30 Prozent durchsetzen zu wollen.

Die Aktie von Toyota selbst hielt sich mit einem Minus von knapp einem Prozent etwas besser als der Gesamtmarkt und auch besser als die Aktien der anderen Autohersteller. Dabei muss Japans größter Autobauer wegen der globalen Absatzkrise verstärkt auf die Kostenbremse treten. Wie japanische Medien am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise berichteten, hat Toyota ein gemeinsames Projekt mit dem heimischen Kleinwagenbauer Isuzu Motors zur Entwicklung eines Dieselmotors auf Eis gelegt. Zudem plane Japans größter Autobauer, ein neues Werk im US-Staat Mississippi mindestens ein Jahr später in Betrieb zu nehmen als geplant.

Ein negativer Analystenkommentar setzte die Aktien von Sony stark unter Druck. Die Papiere verloren fast sechs Prozent, nachdem Credit Suisse sein Rating für den Elektronikkonzern auf "underperform" gesenkt und das Kursziel um 59 Prozent auf 1 000 Yen gesenkt hatte. Die Analysten schrieben in ihrem Kommentar, Sony brauche zusätzlich zu den vergangene Woche verkündeten Stellenstreichungen "fundamentale Veränderungen an seiner operativen Struktur", um zu verhindern, dass man weiter hinter Konkurrenten wie Apple oder Nintendo zurückfalle.

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