Börse Tokio
Nikkei fällt unter 16.000 Punkte

Händler in Japan hielten sich vor neuen Konjunkturdaten aus den USA zurück, der Nikkei gab erneut nach. Unter den Einzelwerten verloren vor allem Finanztitel. Sony legte kräftig zu
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TokioAn Asiens Aktienmärkten sind die Anleger am Donnerstag auf Nummer sicher gegangen. Einen Tag vor Veröffentlichung eines mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktberichts gab es an den meisten Handelsplätzen Kursverluste, insbesondere in Japan. Von den am Freitag anstehenden Jobdaten versprechen sich Börsianer neue Aufschlüsse über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft. Davon wiederum dürfte die US-Notenbank (Fed) abhängig machen, wie stark die bereits angekündigte Drosselung ihrer Konjunkturhilfen ausfällt.

Die Analysten von BNP Paribas äußerten die Erwartung, dass die Fed ihre massiven Wertpapierkäufe in moderaten Schritten zurückfahren und Ende des neuen Jahres ganz aufgeben werde. Wie aus den veröffentlichten Protokollen der Fed-Zinssitzung im Dezember hervorgeht, sollte der Ausstieg aus der ultralaxen Geldpolitik ganz bewusst schonend für die Märkte begonnen werden.

Besonders kräftig ging es in Tokio bergab, wo der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 1,5 Prozent auf 15.880 Punkte nachgab. Zu den Verlierern zählten insbesondere Finanzwerte. So verloren Mizuho Financial 0,9 Prozent und Mitsubishi UFJ Financial 1,6 Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach den Kursanstiegen am Mittwoch. Gegen den Trend legten Sony-Titel 3,8 Prozent zu.

Auch an anderen Börsen in Fernost fielen die Kurse. Der MSCI-Index für die Handelsplätze ohne Japan lag 0,4 Prozent im Minus.

An den Devisenmärkten präsentierte sich der Euro am Tag des Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank (EZB) höher. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,3592 Dollar nach 1,3557 Dollar am Mittwoch im späten New Yorker Handel. Der Dollar stieg zur japanischen Währung zwischenzeitlich auf 105,135 Yen, den höchsten Stand seit einer Woche.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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