Börse Tokio
Nikkei geht auf Fünf-Jahres-Höchststand

Solche Werte hat der Nikkei zuletzt im Juni 2008 erreicht: Der Handelstag in Tokio endet mit einem dicken Plus – mehr als zwei Prozent. Die Anleger lassen sich von guten Quartalszahlen aus den USA beflügeln.
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TokioSolide US-Unternehmenszahlen haben den asiatischen Aktienmärkten am Mittwoch Auftrieb verliehen. Schwächere Konjunkturdaten aus Europa und China vom Vortag traten zudem in den Hintergrund, da die Investoren auf eine weiterhin lockere Geldpolitik der Notenbanken setzten.

Ein weiterhin schwacher Yen verhalf der Börse in Tokio zu neuen Höchstständen. Experten sahen kein Ende der Rally in Sicht. Aktien japanischer Unternehmen seien in den Portfolios ausländischer Anleger immer noch untergewichtet, sagte ein Händler. Er setze darauf, dass künftig nicht nur die Zentralbank, sondern auch Wirtschaftsdaten die Aktienkurse weiter antreiben.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 2,3 Prozent höher bei 13.843 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit fast fünf Jahren. Angesichts des schwachen Yen stiegen vor allem die Papiere von Exportfirmen. Zu den Kursgewinnern zählten etwa Honda, Kyocera, Tokyo Electron und TDK, die zwischen zwei und 5,8 Prozent zulegten. Seit Mitte November und damit den Ankündigungen des neuen japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abes einer expansiven Geldpolitik, ist der Nikkei um rund 58 Prozent geklettert, und der Yen hat gegenüber dem Dollar fast ein Viertel an Wert eingebüßt.

Der MSCI-Index für die asiatischen Börsen außerhalb Japans lag 1,2 Prozent im Plus. Besonders hoch fielen die Kurszuwächse in Australien aus. Der Index legte dort 1,7 Prozent zu, weil die Anleger aufgrund überraschend schwach gestiegener Preise auf weitere Zinssenkungen setzten. Auch an der Börse in Seoul stiegen die Kurse, nachdem der Quartalsgewinn des Chiphersteller SK Hynix höher ausfile als erwartet.

In Taiwan legten vor allem die Kurse von Apple -Zulieferern zu, nachdem der US-Konzern am Tag zuvor einen höheren Absatz von iPhones und iPads vermeldet hatte. Erfreuliche Quartalszahlen von Unternehmen wie Texas Instruments hatten bereits die Wall Street angetrieben.

Der Euro pendelte um 1,2990 Dollar. Am Tag zuvor hatte der Gemeinschaftswährung noch zugesetzt, dass der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft in Deutschland erstmals seit fünf Monaten unter die Wachstumsmarke von 50 Punkten rutschte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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