Börse Tokio
Nikkei gewinnt deutlich

Die guten Entwicklungen an der Wall Street brachten positive Energie nach Tokio. Der Rückgang des Yens beflügelte Exportwerte. Auch in Japan wartet man nun mit Spannung auf die Rede von Fed-Chef Ben Bernanke.
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TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Sog guter Vorgaben aus den USA Gewinne verzeichnet. Die Tokioter Börse profitierte zudem davon, dass der Yen-Höhenflug vorerst zu Ende ging. Vor allem Exportwerte waren gefragt. Der Fokus der Anleger lag bereits auf der mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke am Freitag, von der sich Investoren mehr Klarheit über die weitere Geldpolitik in den USA erhoffen. Sorgen vor einer erneuten Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft hatten die Märkte zuletzt deutlich belastet. Zudem trieb den Markt der Rücktritt von Apple-Chef Steve Jobs um. „Apple wird zeigen müssen, dass es auch ohne Jobs mit visionären Produkten aufwarten kann“, sagte Analyst Hendi Susanto von Gabelli & Co. Die Aktien des Konkurrenten Samsung Electronics profitierten bereits von dem Abgang der Manager-Ikone und legten deutlich zu.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 8772 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,3 Prozent auf 751 Punkte zu. Auch die Aktienmärkte in Shanghai , Hongkong , Singapur , Südkorea und Australien verzeichneten Gewinne. Lediglich die Börse in Taiwan ging mit Verlusten aus dem Handel. Dort belastete vor allem der Einbruch der Acer -Aktie mit Abschlägen von knapp sieben Prozent. Der schleppende Absatz von Computern hatte den Konzern im zweiten Quartal erstmals in die Verlustzone gedrückt.

In Japan stach bei den Einzelwerten der Autobauer Nissan hervor, dessen Aktien sieben Prozent in die Höhe kletterten. Die Papiere des Rivalen Toyota gewannen 1,7 Prozent, die Anteilsscheine des Elektronik-Herstellers Sony kletterten um 2,1 Prozent.

Die US-Börsen hatten am Vorabend nach einem nervösen und lange Zeit richtungslosen Handel deutlich zugelegt. Der Dow-Jones-Index Prozent stieg um 1,3 Prozent auf 11.320 Punkte.

Die japanische Währung stoppte ihren Höhenflug. Der Yen hielt sich zum Dollar bei 77,07 Yen. Damit pendelte die japanische Währung aber immer noch in der Nähe ihres jüngsten Rekordhochs von 75,94 Yen vom vergangenen Freitag. Der Euro bewegte sich kaum und tendierte zum Dollar bei 1,4416 Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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