Börse Tokio
Nikkei im Plus, Shanghai verliert

Fast alle asiatischen Aktienmärkte schließen im Plus. In Tokio gewinnt der Nikkei 0,6 Prozent. Lediglich in Shanghai gaben die Kurse nach.
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Tokio.

Nach dem jüngsten Ausverkauf haben sich die asiatischen Aktienmärkte am Montag mit Gewinnen präsentiert. Unterstützung erhielten die Märkte von der Erwartung wieder steigender Kurse in den USA. Dort hatte US-Notenbankchef Ben Bernanke am Freitag bei einem Zentralbanker-Treffen die Tür für weitere geldpolitische Lockerungen offen gelassen und angekündigt, das September-Treffen der Fed auf zwei Tage auszuweiten. Händler rechneten mit einem eher richtungslosen Handel bis Freitag. Dann wird mit Spannung der neue Arbeitsmarktbericht für die USA erwartet. Die Wahl von Finanzminister Yoshihiko Noda zum neuen Vorsitzenden der japanischen Regierungspartei und damit de facto nächsten Regierungschef dämpfte die Kurse in Tokio zeitweise etwas. Noda wird an den Märkten der Job aber am ehesten zugetraut.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent fester bei 8851 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,4 Prozent zu auf 758 Punkte. Lediglich in Shanghai gaben die Kurse überwiegend nach; die anderen wichtigen Börsenplätze Asiens wie Singapur , Taipeh oder Seoul verzeichneten ebenfalls Gewinne zwischen ein und fast drei Prozent. Da Bernanke keine klaren Hinweise auf die weiteren Schritte der Fed zur Ankurbelung der Wirtschaft gegeben habe, könnte dem Markt in dieser Woche die Richtung fehlen, sagte Marktstratege Tsuyoshi Kawata.

Die Wahl des neuen Vorsitzenden der regierenden Demokratischen Partei Japans, der auch Nachfolger des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Naoto Kan werden soll, spielte am Markt kaum eine Rolle. Noda, der eigentlich als Wunschkandidat der Finanzmärkte galt, machte das Rennen in der Stichwahl, was sich zeitweise negativ auf die Aktienkurse auswirkte.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien der Aozora Bank im Mittelpunkt. Die Papiere kletterten mehr als fünf Prozent nachdem die australische Wirtschaftszeitung „Australian Financial Review“ berichtete, dass die Australia and New Zealand Banking Group entweder Aozora oder die Tokyo Star Bank kaufen wolle.

Im Devisenhandel zog der Euro auf rund 1,4540 Dollar an, nach zuletzt 1,4497 Dollar im späten US-Geschäft. Der Dollar blieb damit angesichts der ungewissen Konjunkturentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft unter Druck.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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